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Düsseldorf
Sparda-Bank will alle Filialen in der Stadt erhalten

Düsseldorf. Die Sparda-Bank West hat im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich weniger Gewinn gemacht als in den Vorjahren. Der Jahresüberschuss 2015 reduzierte sich um mehr als 36 Prozent auf nun 11,6 Millionen Euro, wie die Bank gestern mitteilte. Grund für den Gewinneinbruch sind aber nicht sinkende Erträge. "Der Rückgang des Jahresüberschusses im abgelaufenen Geschäftsjahr hängt mit umfassenden Investitionen im Bereich der digitalen Transformation, von der Multikanalbank zur Omnikanalbank, der Regulatorik und durch Investitionen in den Umbau unserer Unternehmenszentrale an der Ludwig-Erhard-Allee zusammen, der 2015 startete und 2017 abgeschlossen sein soll", sagte eine Sprecherin zur Begründung.

Kreditbestand und Kundeneinlagen entwickelten sich mit zwischen einem und zwei Prozent Wachstum leicht positiv. Die Zinseinnahmen stagnierten mit 160 Millionen Euro auf Vorjahresniveau, wofür im wesentlichen die extreme Niedrigzinsphase verantwortlich gemacht wird. Die Zahl der Mitarbeiter wurde um knapp drei Prozent auf nun etwa 900 reduziert.

Die genossenschaftliche Bank, die nur Privatkunden betreut, profitierte vom Bauboom in Düsseldorf. Allein in der Landeshauptstadt und den direkten Umlandgemeinden wurden 38,4 Millionen Euro an neuen Immobilienfinanzierungen abgeschlossen. Damit stieg das Baufinanzierungsvolumen in der Region Düsseldorf um zweieinhalb Prozent auf 212 Millionen Euro.

Während Stadtsparkasse Düsseldorf und die Deutsche Bank zahlreiche Filialschließungen angekündigt haben, will die Sparda-Bank ihre sieben Düsseldorfer Filialen erhalten, wie Regionalleiterin Angelika Peters im Gespräch mit unserer Redaktion bekräftigte. Die Filiale Kaiserswerth wurde erst vor einigen Monaten neu eröffnet.

(tb)
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