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Düsseldorf
Sparkasse poliert verbliebene Filialen auf

Düsseldorf. Die Bank schließt bis Ende Juni drei Niederlassungen. 13 Stellen werden zu Privatkunden-Centern. Von Thorsten Breitkopf

Das geänderte Verhalten der Bankkunden erwischt die Sparkasse mit voller Wucht. Die Anzahl der Kassenposten, also Ein- und Auszahlungen am Schalter ist seit 2007 um fast 40 Prozent auf 2,3 Millionen pro Jahr zusammengeschrumpft. Die Anzahl der beleghaften Überweisungen ist laut Michael Meyer, als Vorstandsmitglied zuständig für das Privatkundengeschäft, seit dem Jahr 2002 von fast sieben Millionen auf beinahe drei Millionen gesunken. Gleichzeitig lasten die Kosten der 64 Filialen der Stadtsparkasse in Düsseldorf und Monheim auf der Bank. "Das Kundenverhalten hat sich grundlegend geändert. 117.000 der fast 290.000 Kunden der Stadtsparkasse nutzen heute ausschließlich Online-Konten", sagt Meyer. Auch ältere Menschen würden zunehmend Internetbanking betreiben, die Nachfrage nach Filial-Service sinke rapide.

Wie bereits im vergangenen Jahr angekündigt, schließt die Sparkasse daher jetzt radikal Filialen. Bis Ende dieses Monats werden die Niederlassungen Hansaallee, Ostendorfstraße und Medienhafen/Hammer Straße geschlossen. Die Geldautomaten an der Hammer Straße bleiben zunächst erhalten, werden später von einer Automatenfiliale in der Nähe des Eigelstein abgelöst. Ende September soll dann die Filiale am Handweiser geschlossen und durch SB-Terminals ersetzt werden. Die Mitarbeiter und ihre jeweiligen Kunden werden auf benachbarte Filialen verteilt. Bis zum Jahr 2019 soll die Zahl der Geschäftsstellen von einst 64 auf dann 46 sinken.

Gleichzeitig will die Stadtsparkasse bestimmte Niederlassungen zu so genannten Privatkundencentern ausbauen. Diese bieten eine breitere Palette an Dienstleistungen als die meist kleineren normalen Filialen, etwa Berater für Baufinanzierungen, Geldanlage und Ähnliches. Gestern wurde das Privatkundencenter an der Luegallee in Oberkassel als erstes der Öffentlichkeit präsentiert. Ein zweites soll in Rath noch dieses Jahr folgen. Damit sind laut Vorstand Meyer Investitionen in Infrastruktur in Höhe von 1,1 Millionen für 2016 verbunden. Im nächsten Jahr werden die Standorte Bilk, Gerresheim und Derendorf für zusammen 2,6 Millionen Euro aufgewertet. Es folgen Düsseltal und Kaiserswerth (2018), Wersten und Eller (2019), Garath und Benrath (2020) sowie Berliner Allee und Monheim (2021). Insgesamt soll die Aufwertung der Privatkundencenter mit Technik, Beratungsräumen und Büros für die Vorbereitung bis 2021 8,1 Millionen Euro kosten.

Aus Sicherheits- und Kostengründen wurde die Zahl der Bankstellen, an denen gewerbliche Kunden große Summen einzahlen können, reduziert. Neuartige Einzahlautomaten für den 24-Stunden-Service werden sukzessive in den größeren Standorten installiert.

Quelle: RP
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