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Düsseldorf
SPD macht Druck wegen Nirosta-Gelände

Düsseldorf: SPD macht Druck wegen Nirosta-Gelände
In die bestehenden Industriegebäude auf dem Nirosta-Werk könnten Start-up-Firmen ziehen. FOTO: Olaf Staschik
Düsseldorf. Fraktion in der Bezirksvertretung 9 zieht nach zweieinhalb Jahren eine positive Zwischenbilanz. Von Andrea Röhrig

Hätte der rot-grüne Landtag nicht 2013 die von der schwarz-gelben Vorgängerregierung 2007 gefällte Entscheidung, die Kommunalwahl von der Wahl der Oberbürgermeister zu trennen, wieder rückgängig gemacht, wäre jetzt Halbzeit in der Legislaturperiode. So aber sind Rats- und Bezirksvertreter statt fünf knapp sechseinhalb Jahre im Amt; neu gewählt wird erst im Herbst 2020. Und so wurde aus der Halbzeitbilanz eine Zwischenbilanz. Gezogen hat sie für den Stadtbezirk 9 (Wersten, Holthausen, Benrath, Reisholz, Hassels, Himmelgeist, Itter und Urdenbach) der stellvertretende Bezirksbürgermeister Udo Skalnik und Fraktionssprecherin Gabi Wegner.

Beide lobten die gute Zusammenarbeit in der Bezirksvertretung 9, in der anders als im Stadtrat - in dem eine Ampel aus SPD, Grünen und FDP regiert - die Grünen mit der CDU eine Mehrheits-Koalition eingegangen sind. Trotzdem werden viele Dinge wieder gemeinsam auf den Weg gebracht, ohne bei der Abstimmung darauf zu schauen, wer den Antrag eingebracht hat.

Skalnik, der bis zu seiner Pensionierung 2014 25 Jahre dem Sportamt der Stadt vorstand, bringt in das Gremium seine langjährige Erfahrung und seine Kontakte aus der Verwaltungsarbeit ein. Und auch wenn nicht alle Projekte, die im Stadtbezirk laufen oder angelaufen sind, alleine der Arbeit der SPD zuzuschreiben sind, ist eines aber auch klar: Ohne die Überzeugungskraft einiger Genossen aus dem Stadt-Süden würde das Dürer-Berufskolleg in einem anderen Teil der Stadt gebaut. "Wir haben in vielen Gesprächen Oberbürgermeister Thomas Geisel davon überzeugen können, dass die Paulsmühle der richtige Standort für das Kolleg mit Dreifachsporthalle sowie weiteren 350 familiengerechten Wohnungen ist", sagte Skalnik. Thematisch dazu passt der Antrag der SPD-Fraktion in der BV 9, sich frühzeitig um das bald nicht mehr genutzte Industriegelände an der Hildener Straße zu kümmern. Ende September wurde dort das letzte Stahlband gefertigt. Im Sommer 2017 sollen die letzten Mitarbeiter das Nirosta-Werk verlassen. Es könne nicht sein, dass diese Fläche, wie die in der Paulsmühle, über 20 Jahre brach liege, so Skalnik. Die Idee der SPD im Süden: "Die Ansiedlung eines Start-up-Standortes in den bestehenden Industriegebäuden könnte die Basis für eine Initialzündung und zukunftsorientierte Weiterentwicklung des Industrie- und Gewerbestandortes sein." Auch Geisel habe diese Gedankenspiele positiv aufgenommen, so Skalnik. Mit einem positiven Votum aus der BV 9 sollen das Planungsamt und die Wirtschaftsförderung aufgefordert werden, ein Nutzungskonzept zu entwickeln und einen städtebaulichen Wettbewerb vorzubereiten.

Doch auch weitere Erfolge verbucht die SPD für sich: Dass Benrath Haltepunkt des Schnellzugs RRX wird sowie den Erhalt der Hauptschule an der Melanchtonstraße. Bei diesem Punkt habe die SPD aus den Stadtbezirken 9 und 10 eng zusammengearbeitet. Und so lange die Anmeldezahlen für die Hauptschule stimmten, so lange soll sie Bestand haben. Allerdings betonte Gabi Wegner auch, dass sich alle Schulen am Markt bewähren müssten, auch die Hauptschule.

Quelle: RP
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