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Düsseldorf
Special Olympics: 4800 Athleten am Start

Special Olympics: Auftakt-Party in Düsseldorf
Special Olympics: Auftakt-Party in Düsseldorf FOTO: Andreas Bretz
Düsseldorf. Die nationalen Spiele der geistig behinderten Sportler sind eröffnet. Bis Freitag werden die Athleten ihre Wettbewerbe an vielen Orten in der Stadt austragen: rund um die Arena, in zahlreichen Schulen und auf dem Unterbacher See. Von Nicole Scharfetter und Luca Cordes

Vor gut 11 000 Zuschauern wurden gestern Abend die Special Olympics im ISS Dome eröffnet. Die nationalen Spiele der geistig behinderten Sportler standen mit ihrer Feier den internationalen Großereignissen in nichts nach: Die Sportler liefen mit Fahnen ein, aus dem Fernsehen bekannte Künstler (Andreas Kümmert, Wolfram Kons, "Starlight Express") gestalteten das Show-Programm, Athleten und Offizielle sprachen ihren Eid - und am Ende des Laufes von 19 Fackelträgern wurde das Feuer der Special Olympics entzündet. Zu den weiteren Ehrengästen im Dome zählten NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, Oberbürgermeister Dirk Elbers, Alfons Hörmann vom Deutschen Olympischen Sportbund und Gernot Mittler, Präsident der Special Olympics Deutschland.

In 18 Disziplinen werden die rund 4800 Athleten bis Freitag in Düsseldorf zu erleben sein. Mit ihnen sind 1700 Trainer, 2000 Helfer und 500 Schiedsrichter im Einsatz. Neben Fußball, Leichtathletik und Schwimmen stehen auch Boccia, Kraftdreikampf und Rollerskating auf dem Programm. Die Wettkampfstätten sind über das ganze Stadtgebiet verteilt. Das Zentrum, Olympic Town genannt, liegt neben der Arena, die Sportler kämpfen auch in vielen Schulen, im Rather Waldstadion, an der Brehmstraße oder am Unterbacher See um Medaillen und persönliche Bestleistungen.

Obwohl die Spiele erst am Abend eröffnet wurden, waren die Sportler bereits präsent in der Stadt. In der Sporthalle des Marie-Curie Gymnasiums in Gerresheim trainierten rund 200 Boccia-Spieler für die Special Olympics. In den anschließenden Klassifizierungswettbewerben, die auch heute noch stattfinden, wird festgelegt, welche Teilnehmer in den unterschiedlichen Leistungsgruppen gegeneinander antreten. Um überhaupt an den Special Olympics teilnehmen zu dürfen, mussten die geistig behinderten Boccia-Spieler zuvor Anerkennungswettbewerbe in ihren jeweiligen Bundesländern absolvieren. "Dabei ging es nur um die Teilnahme. Der Sieg war nicht die Voraussetzung", erklärt Horst Demmelmayr, Boccia-Koordinator.

Im Marie-Curie-Gymnasium trainierten die Boccia-Spieler, hier FOTO: Hans-Juergen Bauer (hjba)

Großer Andrang herrschte auch im Reitpark de Groot in Eller. Rund 130 Reiter und Voltigierer treten in unterschiedlichen Disziplinen bei den Special Olympics an. Teilnehmer ohne eigenes Pferd hatten gestern die Gelegenheit, eines der Leihtiere auszuprobieren. Uta Deutschländer vom Organisationsteam sagt: "Eine halbe Stunde haben die Reiter Zeit, sich mit dem Pferd vertraut zu machen. Maximal zwei Tiere dürfen sie testen." Andrea Sperlich aus Ahrensburg hat sich für "Apollo" entschieden. Zum dritten Mal nimmt sie an Special Olympics teil und hat vor zwei Jahren bereits Gold und Silber abgeräumt. "Ich bin schon ganz aufgeregt wegen Dienstag", sagt sie. Heute beginnen nämlich auch bei den Reitern die Klassifizierungswettbewerbe.

Quelle: RP
 
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