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Düsseldorf
Spender dürfen auf die Drehleiter

Düsseldorf: Spender dürfen auf die Drehleiter
Nathalie Gohlisch (v.l.) und Sohn Marius, Sarah Rinsma und Sohn Liam durften mit Feuerwehrmann Benjamin Falk auf die Drehleiter. FOTO: Andreas Endermann
Düsseldorf. Mit großen Augen blicken Liam und Marius auf die Schadowstraße unter ihnen, der sie Meter für Meter entschweben. Denn für die beiden Kinder wurde am Samstagnachmittag ein kleiner Traum wahr.

Statt wie sonst die Feuerwehr nur aus der Ferne zu bewundern, standen die beiden zusammen mit Feuerwehrmann Benjamin Falk auf der Drehleiter eines Feuerwehrautos, um sich einmal selbst wie ihre großen Helden zu fühlen.

Angst hatten die beiden keine. Ein wenig anders sah es bei den Müttern aus. "Ich hätte auch darauf verzichten können", erklärte Liams Mutter Sarah Rinsma lächelnd. Die Niederländerin war eigentlich nur zum Besuch des Weihnachtsmarktes nach Düsseldorf gereist, doch als der vierjährige Liam das große Feuerwehrauto sah, gab es kein Halten mehr. Die Fahrt gefiel dem kleinen Jungen am Ende so gut, dass er nur widerwillig und unter Tränen von der Drehleiter stieg. Doch hinter ihm drängte bereits eine lange Schlange mit großen und kleinen Feuerwehrfans, die trotz des kalten Wetters lange anstanden, um einmal von hoch oben auf die Innenstadt zu blicken.

FOTO: Endermann Andreas

Mit der jährlich stattfindenden Aktion erfüllt die Feuerwehr nicht nur Kinderwünsche, sondern sammelt auch Spenden für karitative Zwecke. Im Unterschied zu den vorherigen Jahren fand die Veranstaltung zum ersten Mal nicht am Corneliusplatz statt. Wegen der neuen Eisbahn mussten die Feuerwehrmänner an die Ecke von Schadowstraße und Berliner Allee ziehen. Das hatte einige Nachteile. Zum einen, weil der Besucherstrom am Corneliusplatz größer war, zum anderen, weil es zwischen Telekom und Peek und Cloppenburg weniger zu sehen gibt.

"Vom Corneliusplatz aus konnte man auf die Königsallee schauen, das war natürlich schöner", erzählte Vize-Chef Christian Schlich. Neben der Drehleiterfahrt gab es Kaffee und Glühwein sowie Lose für eine Tombola. Die Gewinne hatten Düsseldorfer Firmen gespendet. Zudem verkaufte der Autor Martin Meyer-Pyritz seine Bücher. Der ehemalige Feuerwehrmann schreibt seit Jahren Romane, die sich mit Einsätzen aus seiner Zeit bei der Feuerwehr auseinandersetzen. Der Erlös der Veranstaltung geht an die Franz-Marc-Schule.

(dans)
 
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