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Düsseldorf
Sperrungen am Rhein ärgern Radler

Düsseldorf. Es ist eine der schönsten Radtrassen, die Düsseldorf zu bieten hat - leider aber oft unpassierbar: Der Radweg am Rheinufer zwischen dem Apollo und dem Schlossturm am Burgplatz beschäftigte gestern den Beschwerdeausschuss. Bei diesem Gremium bestimmen die Bürger mit ihren Anliegen die Tagesordnung, und ein passionierter Radfahrer reichte seine Kritik ein, dass dieser Hauptradweg allzu oft wegen Veranstaltungen komplett gesperrt wird. Von Denisa Richters

Als Beispiel nannte er das "Olympic Adventure Sommercamp", für das in Teilen die gesamte Promenade beansprucht worden war, obwohl auf dem Johannes-Rau-Platz und unter der Rheinbrücke reichlich Platz freigeblieben war. Ausgeschilderte Umleitungen für Radfahrer gebe es nicht, diese Umwege seien nicht selten zu gefährlich - vor allem, wenn man mit Kindern unterwegs sei. "In meinen Augen ist dieser Zustand absolut katastrophal", sagte der Mann, appellierte an die oft verkündete Fahrradfreundlichkeit im Rathaus und schlug vor, Veranstaltungen wie den Bücherbummel stärker auf den Fußweg zu verlagern und den Radweg freizulassen.

Bei der Stadt stieß er damit auf wenig Verständnis. Michael Zimmermann, Leiter des Ordnungsamts, verwies auf die große Beliebtheit der Veranstaltungen am Rhein und darauf, dass die Umleitung sehr wohl ausgeschildert werde. Eine Verlagerung der Stände beim Bücherbummel mit Blickrichtung Oberkassel ließe zwar den Radweg frei, aber zu wenig Platz für Fußgänger. Auch der Johannes-Rau-Platz und die Freiflächen in Landtagsnähe seien keine Alternativen, so Zimmermann mit Hinweis auf die Versammlungsfreiheit: Dort sei regelmäßig mit Demonstrationen zu rechnen. Am Ende waren sich die Politiker einig, dass die Situation zwar nicht optimal, aber nur schwer zu lösen sei.

Quelle: RP
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