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Düsseldorf
Sperrungen haben begonnen

Düsseldorf: Sperrungen haben begonnen
Der gesperrte Rheinufertunnel am Tonhallenufer an der Fritz-Roeber-Straße. Diverse Straßen sind am Wochenende gesperrt. FOTO: Andreas Endermann
Düsseldorf. Mit hohem Tempo wurde gestern Nacht die Strecke hergerichtet.

Ab 17 Uhr begann gestern Abend der Teil der Tour, der den Anwohnern am wenigsten Freude bereitet: Mit der Sperrung des Rheinufertunnels startete die Vielzahl von Blockaden am Tour-Wochenende. Diverse Straßen und Parkplätze entlang der Routen der beiden Etappen sind nicht mehr zu nutzen, Autofahrer müssen teils große Umleitungen in Kauf nehmen.

Zumindest dem ersten Eindruck nach hat die Informationskampagne der Stadt aber Erfolg gezeigt: Vereinzelt war gestern zwar der Abschleppwagen zu sehen, die meisten Autofahrer hatten sich aber offenbar auf die Einschränkungen eingestellt. Auch größere Staus blieben nach den ersten Sperrungen aus. Dabei half, dass sie erst spät begannen: Auf der Königsallee zum Beispiel mussten Autofahrer erst zum Ladenschluss um 20 Uhr ihr Gefährt entfernen.

Mit engem Zeitplan lief gestern derweil der Aufbau für die Tour. Fast 35 Kilometer an Absperrgittern werden aufgebaut - nun lässt sich in der Praxis erleben, wie viel das ist. Die Strecke für das heutige Zeitfahren durch die Innenstadt ist von beiden Seiten mit Gittern abgesperrt, damit die Fahrer eine garantiert freie Strecke haben. Mit hohem Tempo nahm die Strecke am Abend und in der Nacht Form an.

Unterdessen bauten auch Gastronomen ihre Stände auf, auch einige Anwohner und Firmen direkt an der Strecke nutzten die Gelegenheit für eine Privatparty. Teilweise haben sie sogar eine Tribüne aufgebaut, teilweise einen Pavillon, der gegen den für heute angesagten Regen helfen soll. Im Ehrenhof erlebten Zaungäste derweil den Soundcheck der französischen Gruppe Air, die als Vorband von Kraftwerk heute Abend auf der Bühne stehen wird.

Der Testlauf "Race am Rhein", der im vergangenen Jahr auf einer ähnlichen Strecke ausgerichtet worden war, löste große Proteste von Anwohnern aus, die sich nicht genug informiert über die Sperrungen gefühlt hatten. Die Stadtverwaltung hatte zugesagt, daraus zu lernen. Dies scheint erfolgt zu sein: Im Vorfeld wurden betroffene Anwohner angeschrieben und Schilder aufgebaut, die über die Sperrungen informierten. Zudem informieren die Mitarbeiter des städtischen Service-Telefons 115 darüber, wie Anwohner im Einzelfall noch nach Hause kommen oder wie sie von Einschränkungen betroffen sind. Die Nummer ist auch über das gesamte Wochenende geschaltet.

Alle Infos über das Verkehrskonzept zur Tour: www.rp-online.de/tour

(arl)
 
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