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Basketball
Giants blamieren sich

Basketball: Giants blamieren sich
Szene aus der Partie gegen Phoenix Hagen: Koko Archibong zieht zum Korb. FOTO: Giants
Die knappe 68:70-Heimniederlage gegen den direkten Konkurrenten Phoenix Hagen tut dem Basketball-Bundesligisten richtig weh. Im Abstiegskampf ist das Team von Trainer Hansi Gnad nun Außenseiter. Von Mark Kühn

Claudio Di Padova suchte am Ende Trost in den Armen seiner Großmutter. Der Geschäftsführer der Giants hatte nach der bitteren 68:70-Niederlage in der Basketball-Bundesliga gegen Phoenix Hagen Tränen in den Augen. "Das ist ein Desaster. Dieses Spiel hätten wir auf keinen Fall verlieren dürfen", sagte er fassungslos.

Die Rahmenbedingungen im Burg-Wächter Castello waren am Samstagnachmittag perfekt gewesen. Die Halle war mit 3640 Zuschauern ausverkauft, die Fans der Giants und die etwa 800 Gäste verwandelten die Arena in ein wahres Tollhaus. Dass die Aufgabe gegen die zehnmal in Folge sieglosen Sauerländer nicht leicht werden würde, war schon im ersten Viertel klar.

Dank des wieder genesenen Michael-Hakim Jordan, der in den ersten zehn Minuten schon zehn Punkte besorgte, lagen die Gäste schnell mit 15:6 vorn. Erst im zweiten Viertel waren die Düsseldorfer richtig im Spiel, als Brendan Winters und Jonathan Cox mit ihren verwandelten Dreiern für Jubelstürme auf den Rängen sorgten.

Wie von vielen erwartet, wurde es bis zum Ende ein Kampf auf Biegen und Brechen. Als der Hagener Chase Griffin 23 Sekunden vor dem Ende ziemlich freistehend seinen Dreier einnetzte, kamen die Giants mit 67:70 ins Hintertreffen. "Da haben wir gepennt, der Wurf darf so nicht passieren", meinte Giants-Trainer Hansi Gnad kopfschüttelnd. Tragisch, dass in Marc Antonio Carter ausgerechnet der stärkste Düsseldorfer die letzte Wurfchance der Gastgeber verpasste.

"Die Hagener haben einfach die wichtigen Dreier gemacht", erklärte Düsseldorfs Shooting Guard Winters treffend. Bei den Blauen liefen erneut zu viele Spieler ihrer Normalform hinterher. Symptomatisch war die Vorstellung von Kapitän Gordon Geib, der zwar defensiv solide spielte, aber im Angriff wie schon in den vergangenen Wochen ein Totalausfall war. Ähnlich wie Zack Whiting hatte der ehemalige Nationalspieler nicht den Mut, Würfe zu nehmen. Hagens Spielmacher Jordan durfte sich dagegen als Mann des Tages fühlen. "So einen wie ihn haben wir leider nicht nachverpflichten können", meinte Gnad. "Wir müssen mit dem auskommen, was wir haben."

Konkurrent Hagen hat nun im Abstiegskampf deutlich bessere Karten als die Giants. Bei gleicher Anzahl von Siegen haben die Sauerländer nun auch den direkten Vergleich mit den Düsseldorfern gewonnen, außerdem hat die Mannschaft von Ingo Freyer das deutlich leichtere Restprogramm. Es ehrt Hansi Gnad, dass er trotz dieser Fakten die Flinte noch nicht ins Korn wirft. "Wenn wir von den letzten sechs Spielen zwei gewinnen, sind wir wieder im Rennen", glaubt der Trainer. Vielleicht nutzt die Mannschaft in den nächsten Wochen ja ihre Außenseiterrolle.

Quelle: RP
 
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