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Giants
Giants-Steigerung ohne Lohn

Giants: Giants-Steigerung ohne Lohn
Unter Hansi Gnads Führung wirkten die Giants verbessert. FOTO: Andreas Schall
Eine Woche vor dem Abstiegs-Krimi gegen Hagen kassierten die Düsseldorfer in der Basketball-Bundesliga ein 68:90 in Bamberg. Unter dem neuen Trainer Hansi Gand wirkte das Team aber verbessert. Von Mark Kühn

Auch wenn es das klare Ergebnis nicht unbedingt erahnen lässt: Die Giants zeigten sich bei ihrer erwarteten 68:90-Niederlage bei den Baskets Bamberg gegenüber den vergangenen Wochen verbessert. Vor 6800 Zuschauern überzeugte der Düsseldorfer Basketball-Bundesligist gegen die klar favorisierten Franken zumindest kämpferisch.

Dass die Giants einen neuen Trainer haben, ließ sich gestern Abend schon an der Gestik und Mimik des Übungsleiters ablesen. Stand in der Vorwoche noch der unauffällige Achim Kuczmann mit stoischer Ruhe vor den Auswechselspielern, sprang in Bamberg der 2,08 Meter große Hansi Gnad oft wild gestikulierend an der Seitenlinie hin und her. Die emotionsgeladenen Ansprachen, mit denen der ehemalige Center seine Schützlinge in den vergangenen Tagen aufrüttelte, haben die Spieler offenbar erreicht.

Im zweiten Viertel, als die Düsseldorfer schon mit neun Punkten hinten lagen, starteten die Gäste eine bärenstarke Serie. Die bis dahin lauten Fans der Baskets schauten zwei Minuten vor der Pause verwundert zur Anzeigetafel, die nun eine überraschende Fünf-Punkte-Führung für die Düsseldorfer auswies. Schon erstaunlich, dass sich in dieser Phase zwei Spieler hervortaten, die in dieser Spielzeit bislang fast durchweg enttäuscht hatten: Zack Whiting und Marc Antonio Carter. Die beiden Amerikaner sind von ihrem neuen sportlichen Vorgesetzten offensichtlich dazu ermuntert worden, wieder mehr Drei-Punkte-Würfe zu nehmen. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit begannen die Bamberger um Center Tibor Pleiß dann ernst zu machen – die Gastgeber nahmen eine 42:38-Führung mit in die Kabine.

Die Düsseldorfer hielten nach der Pause noch eine Weile dagegen. Allerdings mussten die Giants mit dem Handicap leben, dass in Whiting, Archibong, Geib, Tom Spöler und Taylor gleich fünf Spieler mit vier Fouls belastet waren. Geib und Carter mussten nach ihrer fünften Verwarnung dann auch frühzeitig unter die Dusche.

"Ein Spiel, in dem der Schiedsrichter so einseitig Freiwürfe gepfiffen hat, habe ich noch nicht erlebt", erklärte Gnad, der sich über das klare Ergebnis ärgerte. "Das spiegelt den Spielverlauf nicht wider", sagte der Coach, der mit seinem Einstand nicht unzufrieden war: "Kämpferisch war das in Ordnung, vielleicht waren einige der Jungs sogar zu übereifrig." Dass die Giants so klar unterlagen, lag auch daran, dass sie am Ende völlig den Offensiv-Rhythmus verloren und sich die Bamberger beinahe in einen Rausch spielten. Bis Samstag bleibt Gnad Zeit, die Giants fit zu machen: Dann kommt Abstiegskonkurrent Hagen ins Burg-Wächter-Castello.

Quelle: RP
 
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