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Giants
Gnad rüttelt Giants wach

Giants: Gnad rüttelt Giants wach
Unter Hansi Gnads Führung wirkten die Giants verbessert. FOTO: Andreas Schall
Der neue Trainer schlägt direkt einen anderen Ton an: "Es ist kurz vor zwölf", sagt der Ex-Nationalspieler mit Blick auf den Abstiegskampf der Basketball-Bundesliga. Am Sonntag gibt es in Bamberg die Feuertaufe. Von Mark Kühn

Auf seiner ersten Pressekonferenz hat der neue Giants-Trainer Hansi Gnad nicht lange um den heißen Brei herum geredet. "Ich erwarte von jedem Einzelnen mehr Einsatz", sagt der bisherige Co-Trainer vor seiner Premiere bei den Brose Baskets Bamberg. "Die Spieler haben bislang nicht wahrgenommen, dass es kurz vor zwölf ist", ergänzt er mit Nachdruck. Für jene Profis, die im Abstiegskampf der Basketball-Bundesliga ihre Leistung nicht abrufen, wird es ab sofort ungemütlich. "Wer nicht mitzieht, der sitzt", erklärt Gnad klipp und klar.

In den Übungseinheiten der Giants wird jetzt nicht nur ein anderer Ton angeschlagen, auch spielerisch möchte Gnad einiges verändern. "Wir müssen uns in der Defensive ganz anders verhalten und offensiv viel beweglicher werden", fordert er. Der Nachfolger des glücklosen Achim Kuczmann weiß aber, dass die Umstellungen nicht über Nacht funktionieren. "Ich kann den Jungs nicht alles was ich will, auf einmal erklären – das können sie dann nicht umsetzen", sagt er. Direkt beginnen will der frühere Rekordnationalspieler mit der psychologischen Aufarbeitung der sportlichen Krise. "Wir werden in Einzel- und Gruppengesprächen klären, was die Spieler denken und was sie wollen", verrät Gnad.

Ein großes Manko bei den Giants war in diesem Jahr das Fehlen von Führungsspielern. In Zugang Eric Taylor hat sich Gnad schon einen Mann ausgeguckt, der in den kommenden Wochen vorangehen soll. "Eric ist zwar erst zwei Wochen bei uns, aber er ist einer, der den Mund aufmacht", sagt der ehemalige Center. Auch Koko Archibong soll sich mit seiner langjährigen Erfahrung mehr einbringen. Geschäftsführer Claudio Di Padova hat nach dem Trainerwechsel schon die erste Reaktion bei der Mannschaft beobachtet. "Das hat die Jungs richtig durchgerüttelt. Damit hatten die wenigsten gerechnet", sagt der Funktionär.

Die Giants reisen am Sonntag mit personellen Problemen nach Franken. Brendan Winters fällt wegen einer Knie-Entzündung sehr wahrscheinlich aus. Brant Bailey, der sich im Kraftraum offenbar zuviel zugemutet hat, klagt über Rückenprobleme. Der Routinier will in Bamberg aber auf die Zähne beißen. Gnad weiß, dass sein erstes Punktspiel als Chef sehr schwer werden wird: "Vor 7000 Leuten gegen so ein Team zu spielen, ist schon hart, aber wir haben da nichts zu verlieren." Besonderen Respekt hat Gnad vor Bambergs Flügelspieler Predrag Suput. "Er ist der Topscorer und das Herz der Mannschaft", sagt er über den Serben. Man darf gespannt sein, ob Gnad bis Sonntag bereits eine schlagkräftige Mannschaft formen kann. Der Coach ist davon jedenfalls überzeugt: "Die Spieler haben ihr Potenzial in letzter Zeit ja bei weitem nicht abgerufen."

Quelle: RP
 
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