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Giants
Kuczmann wackelt

Giants: Kuczmann wackelt
Trainer Achim Kuczmann FOTO: Andreas Schall
Als die deutliche 58:70-Niederlage der Giants gegen den Mitteldeutschen BC besiegelt war, gab es jede Menge sorgenvolle Mienen im Burg-Wächter-Castello. Auch wenn die Bundesliga-Basketballer bislang nicht auf einen Abstiegsplatz abgerutscht sind, wird die sportliche Situation immer bedrohlicher. Von Mark Kühn

Im Vergleich zu den Düsseldorfern haben die Konkurrenten Hagen, Paderborn und Gießen das vermeintlich leichtere Restprogramm. Die Giants haben nur noch beim nächsten Heimspiel gegen Hagen die Möglichkeit, gegen ein Team von unten zu punkten.

Dass die Aufgabe gegen den MBC nicht eben leicht werden würde, war vorauszusehen – dass die Gäste aber so ungefährdet zu ihrem Auswärtssieg kamen, war schon eine bittere Pille für die Blauen. "Unsere Leistung war alles andere als gut", meinte Giants-Geschäftsführer Claudio Di Padova noch am Tag nach der Pleite hörbar verärgert. "Wir werden überlegen, ob und was für Konsequenzen wir aus der Niederlage ziehen können", ergänzte der Funktionär. Viele Optionen bleiben nicht mehr. Die Frist für Spielerwechsel in der BBL ist Ende Februar abgelaufen, die einzig verbleibende Möglichkeit zu reagieren, wäre ein Trainerwechsel.

Übungsleiter Achim Kuczmann weiß selbst nicht, ob er noch länger mit der Mannschaft arbeiten darf. "In so einer Situation muss man mit allem rechnen – das liegt nicht in meiner Hand", sagt er ratlos. Kuczmann, der in seiner Trainerlaufbahn noch nie so lange mit einer Mannschaft im Tabellenkeller stand, denkt indes nicht daran, von sich aus die Flinte ins Korn zu werfen. "Ich habe das Gefühl, dass ich die Jungs noch erreichen kann – im Training ziehen alle sehr gut mit", erklärt der 56-jährige.

Die Maßnahme, Logan Kosmalski gegen Eric Taylor auszutauschen, hatte bislang noch keinen durchschlagenden Erfolg. Die jüngste Niederlage an dem immerhin sehr engagierten Center festzumachen, wäre aber unfair. Der ehemalige Bamberger war bei seinem Heimdebüt in der Offensive mit nur fünf erzielten Punkten ziemlich glücklos, und auch in den Zweikämpfen mit seinen robusten Gegenspielern sah der Routinier nicht immer gut aus. Aber nach zwei Punktspielen schon den Stab über den Zugang zu brechen, wäre sicher verfrüht.

Dass die Düsseldorfer gegen die Weißenfelser letztlich ohne Chance waren, hatte andere Gründe. Leistungsträger wie Brendan Winters und Zack Whiting laufen seit Saisonbeginn ihrer soliden Vorjahres-Form hinterher. Auch von Kapitän Gordon Geib, immerhin Nationalspieler, kommt offensiv einfach zu wenig. Am Sonntag reisen die Düsseldorfer zu Taylors früherem Klub Baskets Bamberg. Alles andere als eine klare Niederlage beim Tabellenfünften wäre da eine große Überraschung. KOMMENTAR

Quelle: RP
 
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