| 18.03 Uhr

Handball
Hannover schockt HSG

Die Etats der Handball-Bundesligisten 2009/2010
Die Etats der Handball-Bundesligisten 2009/2010 FOTO: AP
In Niedersachsen unterlagen die Düsseldorfer mit 26:28 – nun wird es ganz eng im Abstiegskampf der Handball-Bundesliga. Nur noch neun Spiele stehen aus. "Enttäuscht und verbittert" war Trainer Goran Suton. Von Robert Neumann

Ein "Duell auf Augenhöhe" hatte HSG-Trainer Goran Suton erwartet und die Partie des Tabellenvorletzten der Handball-Bundesliga beim Fünftletzten TSV Hannover-Burgdorf hielt dieser Einschätzung stand. Achtzehn Sekunden vor dem Ende hatte Linksaußen Marcel Wernicke noch die Chance zum Ausgleich, doch sein Wurf ging am Tor der Niedersachsen vorbei, die ihrerseits noch einmal trafen und mit 28:26 (14:13) die Oberhand behielten.

Die Niederlage ist für die HSG viel zu wenig im Abstiegskampf. "Ich bin enttäuscht und verbittert", sagte Trainer Suton nach dem Abpfiff. "Für uns war das ein unglaublich wichtiges Spiel und wir hatten uns mehr als eine knappe Niederlage vorgenommen." Doch der gute Vorsatz reichte indes nicht.

Fölser beißt auf die Zähne

Die Partie hatte schon nicht sonderlich gut für die Gäste begonnen. Hannover war durch Piotr Przybecki mit 1:0 in Führung gegangen, und den 1:1-Ausgleich musste der österreichische Nationalspieler der HSG, Patrick Fölser, schmerzhaft erarbeiten: Der Routinier verletzte sich dabei an der Schulter und musste von Tanja Berblinger mit einem Eisbeutel behandelt werden. Von der Bank aus erlebte "Paco" die erste – und im Endeffekt einzige – Führung der Gäste durch Florian von Gruchalla, doch Fölser biss auf die Zähne und kam nach einer runden Viertelstunde zurück aufs Parkett.

Und wie wichtig der Kreisläufer ist, zeigte er gleich nach dem Wechsel: Die 18:15-Führung erneut durch Przybecki konterte Fölser mit einem Doppelschlag zum 17:18 aus HSG-Sicht. Mehr als der zwischenzeitliche 20:20-Ausgleich war dann aber nicht mehr drin, weil bei den Gastgebern der Isländer Hannes Jon Jonsson aufdrehte, der alle seine fünf Treffer in den letzten 17 Minuten erzielte, und sich zudem Torwart Jendrik Meyer steigerte. Die gute Ausbeute von Andrej Kogut reichte da nicht.

HSG-Manager Frank Flatten hatte zuletzt vorgerechnet, dass sein Team aus den letzten zehn Partien in dieser Saison vier bis fünf Siege für den Klassenerhalt benötige – die erste Chance auf einen Erfolg wurde gestern vertan. Nun sind es nur noch neun Partien bis zum Finale dieser Spielzeit, und die von Flatten angestrebte Ausbeute wird immer unwahrscheinlicher.

Immerhin sind unter den letzten neun Gegnern auch die drei Top-Mannschaften THW Kiel, HSV Hamburg und Rhein-Neckar-Löwen. Das relativiert die Rechnung auf vier bis fünf Siege aus nur noch sechs Partien. Für die HSG gilt nun: verlieren verboten. Das gilt auch kommenden Samstag bei der nächsten Auswärtspartie bei der HSG Wetzlar – aber die steht noch einen Rang besser als Hannover. K OMMENTAR

Quelle: RP
 
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