| 06.52 Uhr

HSG
HSG bläst zur Aufholjagd

HSG: HSG bläst zur Aufholjagd
Glanzparaden: HSG-Keeper Matthias Puhle. FOTO: HSG
Vier bis fünf Siege sind noch nötig, wenn der Aufsteiger in der 1. Handball-Bundesliga den Klassenerhalt schaffen will, meint Manager Flatten. Heute (19.45 Uhr, Burg-Wächter-Castello) soll es gegen Berlin den ersten davon geben.

Goran Suton hat schon leichtere Zeiten als Handball-Trainer erlebt. Die 32:33-Niederlage beim SC Magdeburg am Mittwoch der vergangenen Woche hat die Spieler der HSG bis ins Mark erschüttert – kein Wunder, hatten sie doch fast die gesamte Bundesliga-Partie über in Führung gelegen und dann vier Sekunden vor dem Ende den entscheidenden Treffer kassiert.

Für Chefcoach Suton hieß das, Seelenmassage zu betreiben. "Es hat mehrere Tage gedauert, bis wir wieder ganz normal trainieren konnten", berichtet der Kroate. Gespräche, im Kollektiv und einzeln, sowie Ablenkung durch noch intensivere Trainingseinheiten bildeten Sutons Rezept, um diese ganz bittere Niederlage verdauen zu helfen.

Große Pläne

"Anfang der Woche war die Stimmung im Training Gott sei Dank wieder da", berichtet der 41-Jährige. Keinen Augenblick zu früh, denn bereits heute (19.45 Uhr) steht im Burg-Wächter-Castello die nächste schwere Bundesliga-Aufgabe gegen die Füchse Berlin an. "Unsere Lage hat sich durch Magdeburg nicht groß verändert", beschreibt Suton. "Es ist wieder ein Endspiel. Wie alle anderen Partien, die in dieser Saison noch folgen."

Elf sind es insgesamt noch, und für die hat Manager Frank Flatten große Pläne. "Wir brauchen noch acht bis zehn Punkte für den Klassenerhalt", rechnet er vor. "Wir können es aus eigener Kraft schaffen." Vier bis fünf Siege, das klingt ja auch nach gar nicht so viel. Wenn man aber bedenkt, dass die HSG in ihren bislang 23 Saisonspielen nur viermal gewann und insgesamt neun Punkte verbuchte, dann wirkt Flattens Vorhaben schon ein ganzes Stück ehrgeiziger.

Für den Manager ist die Bilanz freilich kein Grund zur Resignation. "Dass der Weg zum Klassenverbleib schwierig wird, haben wir schon vor der Saison gewusst", sagt der 44-Jährige. "Unsere Mannschaft hat sich aber seit den ersten Spielen entwickelt. Es kommen noch genügend Begegnungen, in denen wir punkten können. Und wenn wir die Leistung von Magdeburg konservieren, dann ist auch auswärts etwas drin."

Zunächst aber geht es heute darum, in eigener Halle Zählbares einzufahren – und das wird gegen die Berliner vermutlich kein leichter Job. Vor allem der Abwehr-Mittelblock der Füchse ist gefürchtet, und deshalb will die HSG es verstärkt über die Außen und über Tempo-Gegenstöße versuchen. "Dafür brauchen wir jedoch eine stabile Deckung, um Pulver für die Gegenstöße zu haben", erklärt Goran Suton und ergänzt: "Wir standen schon oft in dieser Saison gegen einen Favoriten knapp vor einem Erfolg. Es wird Zeit, den nächsten Schritt zu machen."

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

HSG: HSG bläst zur Aufholjagd


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.