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Tischtennis
Achanta macht den Unterschied

Düsseldorf. Die Borussen standen mächtig unter Druck. Wollten sie den Kontakt zu den Play-off-Plätzen nicht abreißen lassen, war ein Erfolg am Freitagabend beim TTC Schwalbe Bergneustadt Pflicht. Nur: Bergneustadt war in Heimspielen ungeschlagen und die Borussia weiterhin angeschlagen.

Timo Boll (Weltrangliste 8) ist nach seiner Knieoperation noch nicht einsatzfähig, und Patrick Franziska (42) kehrte nach seiner Leistenzerrung zwar ins Team zurück, hatte aber noch leichte Schmerzen. Aber der amtierende Meister hielt dem Druck stand, bezwang den TTC mit 3:2, kletterte auf Tabellenplatz vier und ist damit wieder play-off-würdig. "Hut ab vor der Mannschaft. Nach sehr schweren Wochen hat mein Team auch dieses Mal wieder Moral und Kampfgeist gezeigt und am Ende verdient gewonnen", erklärte Borussia-Chefcoach Danny Heister.

Den Unterschied im Bergischen Land machte Sharath Kamal Achanta (70) aus. Der Inder kämpfte, rackerte und biss sich in jeden Ballwechsel hinein. Erstmals seit seinem Muskelabriss im hinteren Oberschenkel zeigte der 33-Jährige eine emotional so engagierte Leistung. Die Folge war, dass Achanta mit seinen Erfolgen über Steffen Mengel (50) und Benedikt Duda (141) zum Matchwinner avancierte. "Kamal ist wieder zurück", sagte Heister hörbar erleichtert.

Sieg Nummer drei steuerte Franziska in erstaunlich souveräner Manier über den Ex-Borussen Ricardo Walther (96) bei. "Franz" spielte auf, als sei er im normalen Trainingsrhythmus und habe nie körperlichen Probleme gehabt.

Lediglich Panagiotis Gionis (27) kommt nach seiner Zerrung nicht so richtig in Schwung, wie die Niederlagen gegen Mengel und Duda beweisen. "Panos braucht noch ein bisschen Training", analysierte Heister. Wenn man aber den "alten" Achanta und einen Franziska in der Form hat, gewinnt man auch, wenn man mächtig unter Druck steht.

(tino)
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