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Lokalsport
Aksoy, Hirte und Suker befinden sich weiter im Wartestand

Düsseldorf. Fortuna meldet noch immer keine Einigung über neue Verträge im Nachwuchssektor. Das Spiel der "Zwoten" gegen Wegberg fällt aus. Von Maximilian Lonn

Monatelang haben sich die Gespräche hingezogen. Am Mittwoch sollte nun endlich eine Entscheidung über die Zukunft von Taskin Aksoy bei der Fortuna fallen. Passiert ist jedoch wieder einmal gar nichts. Erneut kam eine Einigung nicht zu Stande, stattdessen will sich die sportliche Führung um Manager Rachid Azzouzi in den kommenden Tagen nochmals mit dem 48-jährigen Trainer der Zweitvertretung zusammensetzen, um zeitnah eine Lösung zu finden.

Der Vertragspoker um den Fußball-Lehrer verkommt immer mehr zu Posse, an deren Ende nur noch Verlierer stehen könnten. Schließlich läuft neben Aksoys Arbeitspapier auch das vom Leiter des Nachwuchs-Leistungszentrums, Markus Hirte, sowie des erfolgreichen U19-Coachs Sinisa Suker aus. Somit stünden die Fortunen im schlimmsten Fall vor einem kompletten Neuanfang im Juniorensektor. Angesichts der prekären Situation bei den Profis eine weitere, völlig überflüssige Baustelle, die Azzouzi zu bearbeiten hat.

Man darf durchaus gespannt sein, wie der 45-Jährige diese wieder schließen will.

Aksoy selbst demonstriert trotz der ungewissen Situation um seine Person weiterhin Gelassenheit, und auch seine Mannschaft lässt sich von der Hängepartie bislang nicht verunsichern. Als Beweis dafür dient der spielerische Auftritt der "Zwoten" bei der SG Wattenscheid am Dienstag (3:3).

Von Beginn an erspielten sich die Flingerner dort ein deutliches Übergewicht und präsentierten sich offensiv nahezu am Optimum. "Ich glaube, eine U23 kann auf einem solchen Platz und bei diesen Witterungsverhältnissen nicht besser Fußball spielen", lobte Aksoy, dem einzig die mangelnde Effektivität seines Teams ein Dorn im Auge war. Denn anstatt mit mindestens fünf Toren in die Pause zu gehen, stand es 2:1 für SG 09. Bis kurz vor Schluss sogar 3:2, ehe der starke Tugrul Erat noch den Punkt für die Rot-Weißen sicherte.

Ein Remis, das sich letztlich doch wie ein Sieg anfühlte. "Wenn das 3:3 in der 80. Minute gefallen wäre, hätte das natürlich eine andere Wirkung gehabt", gestand der Deutsch-Türke. "So aber überwiegt doch das Positive." Mit diesem Schwung sollte nach zwei Unentschieden in Folge heute gegen den FC Wegberg-Beeck wieder ein Sieg in der Regionalliga West gelingen. Diese Hoffnung jedoch müssen Aksoy und sein Team vertagen: Die für 14 Uhr angesetzte Partie wurde wegen Unbespielbarkeit des Platzes im Paul-Janes-Stadion abgesagt.

Quelle: RP
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