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Lokalsport
Aksoy lobt das gesamte Team

Düsseldorf. Der Trainer von Fortuna II ist vom Auftritt seiner Elf gegen Schalke II begeistert. Von Maximilian Lonn

Es kommt nicht oft vor, dass Taskin Aksoy nach Spielen von Fortunas Zweitvertretung uneingeschränkt zufrieden ist. Der Trainer des Fußball-Regionalligisten ist ein kritischer Geist, der auch nach guten Spielen seiner Mannschaft den Finger in die Wunde legt, um einerseits die Konzentration seiner Elf möglichst hochzuhalten und andererseits das Streben nach Verbesserung zu fördern.

Nach dem 2:0-Sieg der Flingerner gegen die U23 von Schalke 04 war dies jedoch nicht der Fall. "Ich bin richtig stolz auf meine Mannschaft, ganz ehrlich", sagte der 48-Jährige und schob gleich den Grund für sein Lob hinterher: "Das war ja ein Spiel, in dem es für beide Mannschaften um nichts mehr ging. Da weiß man vorher auch nicht, ob die Jungs die nötige Spannung auf den Platz bringen. Aber wie sie dann aufgetreten sind mit hoher Laufleistung, Kampf und Leidenschaft, das war schon sehr gut." In der Tat waren es genau diese Attribute, die beide Mannschaften über die gesamten 90 Minuten in die Waagschale warfen. Mit hohem und aggressiven Pressing spulten beide reichlich Kilometer ab, ließen jedoch im entscheidenden Drittel die letzte Konsequenz vermissen, so dass die Partie vornehmlich zwischen den Strafräumen stattfand. Abgesehen von drei Distanzschüssen bekamen die 162 Zuschauer im Paul-Janes-Stadion in den ersten 45 Minuten kaum etwas Spannendes zu sehen.

So musste nach dem Seitenwechsel eben eine Standardsituation herhalten, um den ersten Treffer der Begegnung herbeizuführen. Christian Weber zirkelte einen Freistoß um die Mauer herum ins rechte untere Eck. "Danach haben wir es für eine U23 sehr souverän heruntergespielt", meinte Aksoy, der sich bis zur Nachspielzeit gedulden musste, ehe die Rot-Weißen endgültig den Sack zumachten. Hendrik Lohmar schob eine flache Hereingabe von Tugrul Erat mühelos zum 2:0-Endstand ein. Ausgerechnet Lohmar, möchte man sagen, schließlich wechselte der 19-Jährige erst im Winter von den "Knappen" zu den Düsseldorfern. "Das ist natürlich eine schöne Geschichte für Außenstehende", merkte der Fußballlehrer launig an.

Für seine Mannschaft zählen solche Randgeschichten freilich nicht. Vielmehr freuten sich alle Beteiligten über die punktetechnisch beste Saison der Vereinsgeschichte. Bei aller Euphorie vergaß Aksoy jedoch nicht, darauf hinzuweisen, dass eine erneute Regionalliga-Saison der U23 an den Klassenerhalt der Profis geknüpft ist, der nach dem gestrigen Sieg der Funkel-Elf zum Greifen nah ist. Ein paar kritische Töne gehören zu Aksoy eben dazu.

Quelle: RP
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