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Lokalsport
Aksoy will den Gladbach-Fluch beenden

Düsseldorf. Der Trainer des Fußball-Regionalligisten Fortuna II hat noch nie im Grenzlandstadion gewinnen können. Von Maximilian Lonn

In seinen elf Monaten bei Fortunas U23 ist Olcay Turhan nie wirklich über die Rolle des Ergänzungsspielers hinausgekommen. Lediglich auf 736 Spielminuten (16 Spiele, ein Tor, fünf Vorlagen) brachte es der damals 22-jährige Offensivallrounder in der Saison 2009/10 für die Elf von Trainer Goran Vucic

Und dennoch gelang Turhan am 19. März 2010 Besonderes, als er kurz vor dem Pausenpfiff in der Partie bei der U23 von Borussia Mönchengladbach den Führungstreffer erzielte und damit den späteren 3:0-Auswärtssieg miteinleitete. Denn: Es war das letzte Mal das eine Fortuna-Mannschaft in einem Pflichtspiel im Rheydter Grenzlandstadion einen Sieg erringen konnte. Seitdem holten die nachrückenden Jahrgänge unter Vucics Nachfolger Taskin Aksoy nur zwei Punkte in fünf Begegnungen - eine ausbaufähige Bilanz. Vor dem sechsten Anlauf (heute, 14 Uhr) sprach unsere Redaktion mit dem 50-jährigen Fußballlehrer über...

...die Negativserie im Grenzlandstadion: "Diese Serie liegt natürlich auch in der hohen Qualität der Gladbacher in den vergangenen Jahren begründet. Die meisten Spiele waren teilweise auch sehr eng, oftmals haben wir dort im Endeffekt durch individuelle Fehler verloren. Prinzipiell hat Gladbach eigentlich immer eine gute Mannschaft. Nicht umsonst wurden sie vor zwei Jahren Meister und haben auch sonst immer oben mitgespielt. Aber vielleicht können wir ja dieses Mal etwas mitnehmen."

...den starken Saisonstart und die daraus resultierende Tabellenführung: "Wir freuen uns natürlich über die neun Punkte, die nimmt uns keiner mehr weg. Aber für uns fängt die Liga erst jetzt richtig an. In den nächsten Spielen werden wir wissen, wo wir genau stehen und wie das alles einzuschätzen ist. Generell denke ich, dass sich nach drei Spielen noch keine Bilanz ziehen lässt."

...die Abhängigkeit der Jungprofis (acht von neun Saisontoren wurden bislang durch sie erzielt): "Wenn in unserer Offensive fünf von sechs Positionen von Jungprofis besetzt werden, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie vorne auch ein Tor machen. Doch ich würde nicht von Abhängigkeit sprechen. Klar bringen sie Qualität mit rein, aber sollten sie mal nicht dabei sein, haben wir in Kianz Froese, Shunya Hashimoto, Kaito Miyake oder Sergen Sezen - um nur einige Beispiele zu nennen - genug Jungs im Kader, die notfalls in die Bresche springen könnten.

...die Stärken der aktuellen Gladbach-Mannschaft: "Ich denke, dass sie auch in diesem Jahr zum oberen Drittel gehören werden. Sie hatten zwar wie wir einen großen Personalumbruch, doch was allein aus ihrer U19 hochgekommen ist, hat schon große Klasse. Da sind immerhin einige Junioren-Nationalspieler dabei."

Quelle: RP
 
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