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Lokalsport
Angermund ist für das Spitzenspiel gerüstet

Düsseldorf. Der Dritte der Handball-Verbandsliga erwartet Tabellenführer Überruhr. Trainer Richter hat die Qual der Wahl. Von Michael Hinzmann

Mit einem 30:14-Kantersieg stoppte zuletzt der Dritte HG LTG/HTV Remscheid den Höhenflug des Tabellenführers SG Überruhr in der Handball-Verbandsliga äußerst unsanft. Während Remscheid eine überragende Vorstellung bot, war die Torausbeute der SG jenseits von Gut und Böse. Bis dahin hatten sich Essener in 15 Partien lediglich dem TV Angermund mit 25:27 beugen müssen.

Angermunds Trainer Ulrich Richter, dessen Team dem Spitzenreiter mit drei Punkten Rückstand im Nacken sitzt, glaubt, dass die Niederlage für die heutigen Gäste (18.15 Uhr, Walter-Rettinghausen-Halle) eine heilsame Lehre war. "Überruhr ist nun wieder geerdet", sagt er. "Ich erwarte einen hochmotivierten Gegner. Nur mit einer Top-Leistung können wir den Sieg holen. Deshalb müssen wir an unser Limit gehen."

Dabei hat Richter personell die Qual der Wahl. Da alle Spieler bis auf den gesperrten Kreisläufer Benny Axning an Bord sind, werden aufgrund des großen Kaders einige Akteure nur von der Tribüne aus zuschauen können.

Als Tabellensechster führt der ART II die Rangliste der fünf Düsseldorfer Landesligisten an und kann auch in den bisherigen Lokalderbys mit 9:1 Punkten eine fast makellose Bilanz aufweisen. Diese möchte die HSG Jahn/SC West, die als Siebter punktgleich mit den Rathern sind, heute (18 Uhr, Lewitstraße) gerne ändern. "Mit seinen ständig wechselnden Besetzungen ist der ART eine Wundertüte. Deshalb bringt es wenig, sich vorher all zu sehr mit dem Gegner zu beschäftigen. Stattdessen müssen uns auf uns selbst konzentrieren. Vor allem im Angriff müssen wir uns verbessern und insgesamt mit mehr Biss auftreten", verlangt Oberkassels Trainer Markus Wölke von seinen Schützlingen, die bis auf die Urlauber Jörn Krägelow und Florian Streicher komplett sind. Im Hinspiel gab es mit 22:27 eine glatte Niederlage. Allerdings gehörten damals noch die Routiniers Rene Wagner und Benny Daser zum Kader der Gäste.

Da der SG Unterrath in dieser Woche ihre Heimhalle nicht zur Verfügung stand, muss das Team von Trainer Burkhard Räker ohne Training in den Vergleich mit dem Vierten TV Cronenberg gehen. "Die Essener haben sich gut verstärkt. Vor allem die Achse Rückraum-Kreis ist ausgesprochen torgefährlich", lobt Räker die Gäste (morgen 12.30 Uhr, Franz-Rennefeld-Weg). Gleichwohl ist er optimistisch, da seine Schützlinge dem TVC im Hinspiel (30:34) lange ein Duell auf Augenhöhe lieferten. Verletzungsbedingt werden Georg Amend und Kevin Michalski nicht dabei sein.

Ausgerechnet auf der Position des Spielmachers plagen Andreas Laschet, den Trainer der Fortuna, vor dem Vergleich mit dem Vorletzten Bayer Uerdingen (morgen, 14.30 Uhr, Graf-Recke-Straße) arge Personalsorgen. Sönke Schmidt fehlt urlaubsbedingt. Philipp Fuchs ist angeschlagen, Lars Fischer kommt nach längerer Verletzungspause nur für Kurzeinsätze in Frage. Deshalb rechnet Laschet trotz des klaren 29:17-Hinspielerfolges keineswegs mit einem Spaziergang.

Bislang konnte der Tabellenletzte TB Wülfrath II erst eine Partie gewinnen. Dass dies gegen sein Team war, wurmt Ralf Müller, den Trainer der HSG Gerresheim, natürlich, zumal seine Schützlinge dabei in der Deckung eine schwache Leistung boten. Deshalb ist trotz dünner Personaldecke morgen (18.45 Uhr, Kikweg) ein Sieg Pflicht. "Wenn Jens Dick seine Grippe auskuriert bekommt, habe ich acht Feldspieler an Bord. So oder so haben wir aber gegen Wülfrath eine Menge gut zu machen. Dies wird uns, glaube ich, gelingen, da wir uns mittlerweile daran gewöhnt haben, aufgrund der Personalsituation mit wenigen Spielern durchspielen zu müssen", gibt sich Müller selbstbewusst.

Quelle: RP
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