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Lokalsport
Angermund ist nicht zu stoppen

Düsseldorf. Dem Handball-Verbandsligisten fehlt drei Spiele vor dem Saisonende nur noch ein Punkt zum Oberliga-Aufstieg. Von Michael Hinzmann

Dank eines 41:35-Erfolges gegen den Tabellenletzten Niederbergischer HC steht der Handball-Verbandsligist TV Angermund bereits mit mehr als nur einem Bein in der Oberliga, da durch die Einführung der Nordrheinliga zur nächsten Saison bereits der fünfte Platz zum Aufstieg reichen wird. Als momentan Fünfter brauchen die Angerländer aus den drei noch ausstehenden Begegnungen nur noch einen Punkt, um vom Verfolger TV Ratingen nicht mehr verdrängt werden zu können. Für TVA-Trainer Ulrich Richter ist diese Konstellation jedoch kein Grund, die Sektkorken schon vorzeitig zu lockern: "Seit der Verletzung von Christoph Schreiber zeigt unsere Leistungskurve nach unten. Deshalb wird es kein Selbstläufer, den einen Punkt noch zu holen, den wir sicherlich brauchen, da ich davon ausgehe, dass Ratingen alle Spiele gewinnen wird."

Insofern hadert er trotz des Erfolges auch ein wenig mit der Vorstellung seiner Schützlinge gegen den Niederbergischen HC. Bis zur Pause hatten sich die Gastgeber vorentscheidend auf 22:13 abgesetzt, da die Achse zwischen dem Rückraum und Kreisläufer Lars Brümmer, der mit sieben Feldtoren bester Angermunder Werfer war, stark aufspielte. Anschließend verlor das Team dann jedoch rein rechnerisch die zweite Halbzeit. "Das Ergebnis trügt ein bisschen. Wir haben zunächst eine hohe Geschwindigkeit an den Tag gelegt und vorne vieles richtig gemacht. Im zweiten Durchgang haben wir dann aber im Angriff zu fahrig agiert und in der Deckung zu viel zugelassen", kritisiert Richter.

Nur knapp an einer großen Überraschung schrammt die Fortuna bei ihrer 19:20-Niederlage gegen den Landesliga-Dritten SW Essen vorbei. Über die gesamte Dauer (4:4, 8:8, 13:13, 17:17) hatten die Gastgeber dem Favoriten Paroli geboten. Am Ende fehlten bei nur zwei Wechselspielern jedoch die Kräfte, um eine 19:18-Führung über die Zeit zu bringen. "Mit einem kleinen Kader haben wir begeistert gekämpft", so Trainer Andreas Laschet. Einen ungefährdeten 34:13-Start-Ziel-Sieg fuhr der ART II beim Tabellenletzten TB Wülfrath II ein. "Obwohl wir viele Chancen vergeben und unter anderem drei Siebenmeter ausgelassen haben, war dies ein völlig ungefährdeter Sieg", berichtete der Rather Mannschaftsverantwortliche HaJo Pfeiffer.

"Unsere Außen Timo Krämer und Florian Streicher haben heute ganz stark gespielt und zusammen elf Treffer beigesteuert", lobte Jahn/West-Trainer Markus Wölke seine "Flügelzange" nach dem 28:26-Erfolg bei der DJK Werden. Zur Halbzeit mit 13:14 hinten machten sie im zweiten Durchgang aus einem 17:19-Rückstand eine 23:19-Führung und brachten die Partie verdient nach Hause.

Im Landesliga-Derby behielt die HSG Gerresheim gegen die SG Unterrath knapp mit 28:27 die Oberhand. "Gerresheim hat geschickt das Tempo aus dem Spiel genommen. Wir haben es nicht geschafft, unsere Stärke, das Tempospiel, aufzuziehen", sagte SGU-Trainer Burkhard Räker. Die Gerresheimer hatten nach der Pause (12:11) ihre Führung bis auf 22:17 ausgebaut. Mit doppelter Manndeckung für Nils Kossmann und Jens Dick machten die Unterrather noch einmal Druck und kamen verdient zum Ausgleich (26:26). Mehr war dann nicht mehr drin, da Routinier Thomas Kuberski mit zwei Treffern in Folge den Gerresheimer Sieg festhielt.

Quelle: RP
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