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Lokalsport
Angermunder Handballer überraschen den Favoriten Haan

Düsseldorf. Einen überraschenden 30:29-Erfolg fuhr der TV Angermund in der Handball-Oberliga gegen den Tabellenzweiten Unitas Haan ein. "Wir haben eine extrem kämpferische Leistung aufs Parkett gelegt. Das war in der von gesunder Härte geprägten Partie sehr wichtig. Vor allem am Ende war es zudem nervenaufreibend. Umso besser, das wir zum Schluss die Nase vorn hatten", kommentierte Ulrich Richter, der Trainer der Angermunder, den knappen, aber durchaus verdienten Sieg gegen den Favoriten.

Mit einer guten Deckungsleistung hatten sich die Gastgeber schnell eine 6:2-Führung erarbeitet. Als Haan dann jedoch seine zunächst defensive Abwehr mit einer 4:2-Formation offensiver agieren ließ, verloren die Angermunder den Rhythmus und verzettelten sich in Einzelaktionen. Dies nutzte Haan, zum 9:9 auszugleichen. Über ein 16:17 zur Halbzeit entwickelte sich fortan eine offene Partie mit knappen Führungen für beide Seiten bis in die Schlussphase der Begegnung. Als die Haaner dann jedoch mehrere Zeitstrafen kassierten, nutzte der TVA die zahlenmäßige Überlegenheit, von 26:26 auf 29:26 davonzuziehen und brachte den Sieg, in den letzten zwei Minuten nach einer Zeitstrafe für Martin Paukert selbst in Unterzahl, über die Zeit.

Einen starken Einstand feierte Bernd Kretzer in der Landesliga mit der HSG Gerresheim. Mit ihrem Co-Trainer, der das Team für den zurückgetretenen Dietmar Beiersdorf interimsmäßig übernommen hat, holten die Gerresheimer beim TV Ratingen II einen 38:22-Kantersieg. Ebenfalls auf der Bank saß der ehemalige HSG-Coach Uli Mergemeier, der Kretzer ab sofort unterstützen wird. Dieser lobte die Moral seiner Schützlinge: "Die Einstellung war von Anfang an da. Von der ersten bis zur letzten Minute haben wir eine überragende Teamleistung gezeigt und eine starke 5:1-Deckung gespielt." Auch als Abwehrchef Lars Müller zu Beginn der zweiten Hälfte die Rote Karte sah, riss der Faden nicht. Stattdessen präsentierte sich die HSG weiterhin torhungrig und führte zwischenzeitlich mit 17 Treffern Vorsprung.

Die dritte Niederlage in Folge musste hingegen die HSG Neuss/Düsseldorf III durch ein 28:31 beim bis dahin achtplatzierten SV Kettwig II hinnehmen. Ihr Trainer Sorin Pop nahm dies gelassen: "Wir haben keinen Grund schwarzzusehen. Heute haben uns sechs Stammspieler gefehlt. Nichtsdestotrotz haben wir gut gespielt und alle haben bis zum Ende gekämpft."

In der Tat ließen sich die Düsseldorfer von einem frühen 2:6-Rückstand nicht entmutigen, sondern boten den Essenern über 8:8, 14:14 und den 17:17-Halbzeitstand bis zur 48. Minute (25:25) Paroli. Am Ende kamen sie jedoch auch durch zumindest diskussionswürdige Pfiffe der Schiedsrichter aus dem Takt und zeigten Nerven.

(hinz)
 
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