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Lokalsport
ART siegt im Verfolgerduell

Düsseldorf. Durch den 28:24-Erfolg gegen TuSEM Essen II rückt das Team von Dusko Bilanovic in der Tabelle der Handball-Oberliga ganz nah an die Spitze heran. Auch in der Damen-Oberliga bleibt es zwischen Aldekerk und Fortuna spannend. Von Michael Hinzmann

Obwohl sich die Hinrunde in der Handball-Oberliga dem Ende zu neigt, ist im Kampf um die Meisterschaft noch keinerlei Vorentscheidung gefallen. Ganz im Gegenteil. In der Spitzengruppe ist nach wie vor mächtig Bewegung. So verdrängte am vergangenen Wochenende der bis dahin Zweite TV Aldekerk die HSG Bergische Panther durch einen 27:22-Erfolg von der Spitze, während der ART als Fünfter dem Dritten TuSEM Essen II mit 28:24 das Nachsehen gab und nun nur noch einen Zähler hinter dem punktgleichen Spitzenduo liegt.

Trotz der dringenden Bitte von ART-Trainer Dusko Bilanovic, die Rather im Spitzenspiel zahlenmäßig tatkräftig zu unterstützen, waren nur rund 250 Zuschauer in die Sporthalle an der Graf-Recke-Straße gekommen. Diese mussten ihren Besuch zu keinem Zeitpunkt bereuen und stärkten den Gastgebern eindrucksvoll den Rücken. "Die Unterstützung von den Rängen hat uns heute geholfen. Es hat Spaß gemacht. Ein großes Dankeschön an unsere Fans", lobte Bilanovic hinterher ausdrücklich die Anhänger.

Von Beginn an hatte sich ein Vergleich auf Augenhöhe entwickelt, in dem die Gastgeber dank der bärenstarken Vorstellung von Jascha Schmidt im Rather Tor nie mit mehr als einem Treffer zurücklagen. Erstmals konnten sie sich in Durchgang eins nach einer knappen Anfangsphase von 7:7 auf 10:7 ein wenig klarer absetzen und hatten zur Pause mit 13:11 die Nase vorn. Die von Mark Dragulski betreuten Essener steckten auch im zweiten Durchgang nie auf, sondern lieferten sich mit dem ART weiterhin einen offenen spannenden Schlagabtausch und führten acht Minuten vor dem Ende mit 22:21. In der Schlussphase stahl ihnen dann jedoch Yannick Sinnecker als "Vorgezogener" mehrmals den Ball und legte so den Grundstein für leichte Tore und eine damit verbundene 25:22-Führung, die die Rather über 27:23 bis zum Ende geschickt verteidigten. Entsprechend überschwänglich fiel das Lob von Bilanovic aus: "Ich bin natürlich sehr, sehr glücklich, dass wir die beiden Punkte eingefahren haben. Kompliment an die ganze Mannschaft. Vor allem hat Jascha Schmidt richtig gut gehalten und Patrick Ranftler toll gekämpft. Auch Marco Bauer war in der Schlussphase sehr stark."

Auch in der Damen-Oberliga bleibt es spannend, da sich das punktgleiche Spitzenduo keine Blöße gab. Während der TV Aldekerk bei Mettmann-Sport mit 32:27 siegte, ließ die Fortuna dem Neusser HV mit 36:22 am Ende nicht den Hauch einer Chance. In der ersten Hälfte hingegen war es über lange Zeit gegen den Tabellendreizehnten ein Kopf-an-Kopf-Rennen, weil die Neusserinnen die Fortuna mit einer 4:2-Abwehrformation überraschten. "Der NHV hat uns mit seiner Deckung in der ersten Halbzeit in echte Schwierigkeiten gebracht und teilweise drei unserer Spielerinnen gleichzeitig aus der Partie genommen. Solch eine Mannschaft muss man erst einmal stoppen, was uns erst in der zweiten Halbzeit richtig gut gelungen ist", räumte hinterher Co-Trainer Klaus Allnoch ein.

So wechselten zunächst knappe Führungen hin und her. Mit einer Auszeit und klaren Ansagen lenkte dann jedoch Spielertrainerin Ina Molidor die Partie in die richtige Richtung. Aus einem 11:11 wurde so schnell ein 14:11 und eine 18:13-Pausenführung. Im zweiten Durchgang lief dann endgültig alles nach Plan. Denise Giesler machte im Tor eine gute Figur, die Deckung stand und vorne wurden die Angriffe sicher durchgebracht. Der Vorsprung wuchs so schnell auf 22:15 und 28:18 und es wurde bis zum Ende konsequent weitergearbeitet.

Durch einen deutlichen 37:25-Erfolg beim Verbandsliga-Letzten Niederbergischer HC kletterte der TV Angermund in der Tabelle auf Rang fünf. Den Grundstein dafür legten die Angermunder gegen den Aufsteiger mit einer sehr konzentrierten ersten Halbzeit, nach der mit 21:9 die Vorentscheidung bereits gefallen war. "Im zweiten Durchgang haben wir es nicht geschafft, nach diesem verdienten klaren Vorsprung die Spannung weiter hoch zu halten. Dadurch verlief die zweite Hälfte letztlich ausgeglichen. Deshalb war ich dankbar, dass wir in der ersten Halbzeit frühzeitig ein Zeichen gesetzt haben. Vorne war das schon richtig gut und in der Deckung haben wir nur wenig zugelassen. Unterm Strich zwei souverän eingefahrene Punkte", kommentierte Angermunds zufriedener Trainer Ulrich Richter die Partie.

Quelle: RP
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