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Lokalsport
ART verschenkt den Sieg

Düsseldorf. Der Regionalligist zieht gegen die HSG Rheinbach-Wormersdorf mit 23:25 den Kürzeren, weil in der entscheidenden Phase die letzte Leidenschaft fehlt. Oberligist TV Angermund setzt sich in Oppum 27:24 durch. Von Michael Hinzmann

Obwohl die HSG Rheinbach-Wormersdorf am Ende verdient gewann, war die 23:25-Niederlage der ART-Handballer in der Regionalliga Nordrhein vermeidbar. Ausgerechnet gegen die beste Defensive der Liga zeigten die Gastgeber eine schlechte Angriffsleistung. Dabei hatte Trainer Norbert Gregorz sein Team in den vergangenen zwei Trainingswochen intensiv auf die aggressive 6:0-Deckung der Gäste eingestellt.

Zunächst sah es gar nicht so schlecht aus für die Rather. Diese hatten sich nach einem ausgeglichenen Beginn (3:3) auf 6:3 abgesetzt. Unerklärlicherweise verfielen sie dann jedoch in Hektik. Anstatt ruhig das Spiel aufzubauen, versuchten sie, mit Einzelaktionen und Sekundenangriffen zum Erfolg zu kommen. "Wir haben die mannschaftlich geschlossene Angriffsarbeit komplett vernachlässigt", kritisierte Gregorz. Rheinbach nutzte dies konsequent, um mit einem Vier-Tore-Lauf die Führung zum 7:6 zu erzielen, bevor es mit einem 9:9 in die Halbzeit ging.

Mit dem schön herausgespielten 10:9 nach dem Seitenwechsel schien der ART auf dem richtigen Weg. Dies blieb jedoch nur ein Strohfeuer. Weiterhin fand man keine Lösungen gegen die Rheinbacher Defensive, versuchte stattdessen mit der Brechstange, die Partie für sich zu entscheiden. Die Gäste dagegen nutzten mit geduldigem Spiel die Chance, sich auf 14:10 abzusetzen und den Vorsprung zwischenzeitlich sogar auf sechs Treffer (18:12) auszubauen. Gregorz zog alle Register, mischte sein Team durch und versuchte mit unterschiedlichen Abwehrsystemen, die HSG aus dem Rhythmus zu bringen. Trotz einer hervorragenden Leistung von Torhüter Jens Bothe und einem souveränen Comeback von Abwehrchef Bastian Arnaud blieb dies letztlich aber ohne Wirkung. Dies lag zum Teil auch an der Einstellung der Düsseldorfer, die erst in der Schlussphase wirklich Herz zeigten. "Wir haben zu wenig Emotionen gezeigt. Das merkte man deutlich an unserer Körpersprache. Daran müssen wir dringend arbeiten", bemängelte Gregorz.

Mit einem 27:24-Sieg beim TV Oppum festigte der TV Angermund seinen zweiten Tabellenplatz in der Oberliga. Allerdings liefen die Gäste mit 0:3 und 1:4 zunächst einem Rückstand hinterher, da sie beste Möglichkeiten ausließen. Weil sie jedoch die Ruhe bewahrten, gelang mit dem Treffer zum 8:7 wenig später die erste Führung.

Nun allmählich besser im Spiel, baute Angermund den Vorsprung über ein 12:10 zur Halbzeit bis auf 21:14 aus. Die Schützlinge von Trainer Ulrich Richter hatten gegen die offensive 3:2:1-Deckung der Krefelder immer eine Lösung parat. Als sie dann jedoch nach Zeitstrafen gleich zweimal in doppelter Unterzahl auf dem Feld standen, verkürzte der TVO noch einmal bis auf 21:23. Der Sieg der Düsseldorfer war aus Richters Sicht dennoch verdient: "Wir haben uns im Laufe der Partie gesteigert, nachdem wir schlecht ins Spiel gekommen waren. Matthias Jakubiak im Tor und die Deckung haben eine ordentliche Leistung gezeigt, lediglich unser Angriffsspiel war nur phasenweise gut."

Quelle: RP
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