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Lokalsport
Auch Titelkämpfe im Unterbacher See sind möglich

Düsseldorf. Doch das Usee-Schwimmen soll eigenständig bleiben und seinen familiären Charakter bewahren. Von Tino Hermanns

Von den paar Regentropfen ließen sich die mehr als 600 Langstreckenschwimmer die Laune doch nicht verderben. Im Wasser war es eh egal, ob es von oben auch noch nass war, und an Land tanzten die Cheerleader der SC Unterbach die gelöste Stimmung herbei. Alle hatten beim Usee-Schwimmen im Unterbacher See nur das eine Ziel: Spaß. "Wir sind keine Rekordveranstaltung, sondern bieten Breitensport für jedermann", sagte Usee-Schimmen-Mitorganisator Alexis-Vivian Buch. "Deshalb haben wir auch die kurzen Distanzen für die Kinder und Jugendlichen mit aufgenommen."

Doch der sportliche Ehrgeiz kam nicht zu kurz. Waren doch in Thomas Lurz und Cathleen Großmann Olympia-Medaillengewinner dabei. Lurz war zwölfmal Weltmeister und mit Silber und Bronze in olympischen Freiwasserrennen dekoriert. Großmann erschwamm sich 1996 noch unter ihrem Mädchennamen Rund Bronze über 200 Meter Rücken. Logisch, dass die ehemaligen Weltklasseschwimmer ihre USee-Konkurrenz hinter sich ließen. Doch auch für den 36-Jährigen Lurz und die 38-Jährige Großmann war der Sieg zweitrangig. "Ich schaue nicht mehr auf Zeiten. Es muss Spaß machen und hier macht es richtig Spaß", meinte Lurz. "Die Location ist toll, der See sehr schön. Es ist eine äußerst gelungene Veranstaltung." Auch Quereinsteiger wie Stephan Ertmer (RC Germania) sind voll des Lobes. "Ich habe zwar eine Menge Wasser geschluckt, aber man kann super schwimmen. Früher bin ich um den See gejoggt, da wollte ich auch mal quer durch", meint Ertmer lächelnd. Noch vor wenigen Jahren hatte er Deutschland bei Junioren-Weltmeisterschaften im Rudern repräsentiert.

Bis auf die Sonne strahlten alle an Düsseldorfs beliebtesten Naherholungsgebiet. Und Lurz und Großmann versprachen, nächstes Jahr wieder zu kommen. Die deutsche Freiwasser-Legende Lurz war sogar so angetan, dass er dem USee und den Organistaoren mehr zutraut. "Man hat hier tolle Möglichkeiten. Eine Deutsche Meisterschaft im Freiwasser-Schwimmen wäre hier super", meint Lurz. Auch Großmann kann sich nationale Titelkämpfe vorstellen. "Eine DM würde ich nicht ans USee Schwimmen andocken. Das würde den familiären Charakter zerstören", meint Großmann. Und genau den liebt sie, denn 2015 war sie auch schon beim USee-Schwimmen. "Das familiäre Umfeld macht den besonderen Charme aus", weiß auch Buch. "Das wollen wir bewahren. Deshalb haben sich Buch und sein Orga-Kollege Thomas Berg für 2016 die Teilnehmer-Obergenze von 700 gesetzt. "Die haben wir fast erreicht."

Quelle: RP
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