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Lokalsport
Ba-Muaka Simakala eifert Ronaldinho nach

Düsseldorf. Ex-Profi Oliver Neuville prophezeit dem Spielmacher von Gladbachs U19 eine goldene Zukunft.

Die Nummer zehn gilt seit jeher als eine besondere Rücknummer im Fußball. Der Spieler, der sie trägt, verfügt in der Regel über herausragende Fähigkeiten und kann Partien mit nur einer einzigen Aktion entscheiden. Bei der 54. U19 Champions Trophy gab es gleich drei besondere "Zehner". Unsere Redaktion stellt das Trio vor.

Kento Nakamura Wäre die Japanische Hochschulauswahl ein Orchester, dann wäre Kento Nakamura ihr Dirigent. Von den eigenen Mitspielern stets gesucht, verteilte der "Zehner" der Japaner die Bälle mit einer Selbstverständlichkeit, dass es Sonderbeifall von den Rängen gab. Vor allem als Nakamura einen Flankenwechsel von der Hacke zentimetergenau in den Lauf seines Mitspielers abtropfen ließ, war die Begeisterung der Zuschauer groß. Solche Aktionen wirkten bei ihm aber keineswegs arrogant, sondern einfach gekonnt. Auch bei den Standards spielte Nakamura die erste Geige und bewies nicht nur mit seinem Freistoßtreffer gegen Eindhoven Torgefahr. Doch auch für die Defensivarbeit war sich der wohl kompletteste Mittelfeldspieler des Turniers nicht zu schade, sondern eroberte viele Bälle im eigenen Sechszehner und stellte die Passwege geschickt zu.

Ba-Muaka Simakala Glaubt man den Worten von Ex-Profi Oliver Neuville, dann könnte Borussia Mönchengladbachs "Zehner" Ba-Muaka Simakala eine rosige Zukunft bevorstehen. Der 19-Jährige ist vermutlich der Thomas Müller unter den "Zehnern", weil er in der Offensive sämtliche Freiheiten genießt und sich stets zwischen Mittelfeld und Sturm bewegt. Dabei muss Simakala nicht immer auffallen. An den entscheidenden Angriffsaktionen ist er trotzdem beteiligt. Dies sollte sich bereits in der Auftaktpartie gegen Fortuna verdeutlichen, als er nach kurzen Finten den Ball gleich zweimal brillant in den Winkel platzierte - links wie rechts. Vielleicht wird er ja einmal die neue "Zehn" der Borussen werden. Die Nummer trägt er immerhin schon von klein auf: "Sie war immer meine Lieblingszahl und auch die Rückennummer von meinem Vorbild Ronaldinho."

Mergim Berisha Dass Mergim Berisha den Unterschied ausmachen kann, bewies der "Zehner" von RB Salzburg bereits im vergangenen Jahr, als er noch als 16-Jähriger drei Tore zum Titelgewinn beitrug - damals noch als Stürmer. Seitdem hat sich sein Tätigkeitsfeld ein wenig nach hinten verschoben. "In unserer Mannschaft ist er der Verbindungsspieler zwischen Mittelfeld und Angriff. Er ist technisch sehr stark und kann Spielsituationen sehr gut erkennen", erläutert Salzburgs Trainer Thomas Letsch, der dem Kosovo-Albaner in der Offensive sämtliche Freiheiten gewährt, mit Erfolg. So initiierte er mit seinem präzisen Passspiel nicht nur zahlreiche Angriffe der Österreicher, sondern zeichnete sich zudem als dreifacher Torschütze aus.

(lonn/zab)
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