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Lokalsport
Bahnrad-WM: Münstermann ist nominiert

Düsseldorf. Dass ein Bundestrainer einen verletzten Sportler für eine internationale Meisterschaft nominiert, passiert nicht allzu oft. Im Fall von Per Christian Münstermann (SG Radschläger) war es aber genau so. Bei einem Straßenrennen in den Niederlanden brach sich der 17-jährige Radsportler jüngst bei einem Sturz den rechten Arm. "Erst in drei Wochen kann ich den Arm wieder voll belasten", erläutert Münstermann. U19-Nationaltrainer Helmut Taudte ist dennoch von der Leistungsfähigkeit des Radsportlers überzeugt und nominierte ihn für die Bahnrad-Weltmeisterschaft Ende Juli im schweizerischen Aigle.

"Ich hatte die ganze Zeit Kontakt mit dem Bundestrainer. Er hat mir immer gesagt, wenn sich der Bruch nicht verschiebt und ich auf der Rolle weiter trainiere, nimmt er mich mit", so Münstermann. Es hat sich nichts verschoben, der Bruch wächst gut zusammen und Taudte hielt sein Versprechen. So ganz ohne Leistungstest geht es für den Düsseldorfer aber nicht zur Weltmeisterschaft. "Ich starte vorher bei der Deutschen Meisterschaft im Einzelzeitfahren. Da will sich der Bundestrainer ein Bild meiner Leistungsfähigkeit machen", so Münstermann.

Wer den Radschläger kennt, der weiß, dass die Form stimmen wird. Er hat sich eine Karbonschiene anfertigen lassen und trainiert bereits wieder auf der Bahn und der Straße. "Die WM ist mein bisheriger Karrierehöhepunkt. Die Nominierung hat mich richtig motiviert", meint Münstermann, der für die Vierer-Mannschaftsverfolgung vorgesehen ist.

(tino)
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