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Lokalsport
Borussia baut wieder auf Franziska

Düsseldorf. Die Tischtennis-Profis treten heute in der Champions League in Polen an. Von Tino Hermanns

Für Borussia ist ein Sieg Pflicht. Natürlich wollen die Düsseldorfer in der Tischtennis-Champions-League auf Viertelfinalkurs bleiben, und dazu müssen sie bei Dartom Bogoria Grodzisk Mazowiecki heute (18.30 Uhr) einfach gewinnen. Aktuell sind die Polen aus Ostrau sieglos Tabellenletzte, die Düsseldorfer mit zwei Erfolgen aus drei Partien Zweite in der Gruppe D.

Eine gute Ausgangssituation. Die will man vor den beiden entscheidenden Gruppenspielen gegen den ungeschlagenen Tabellenführer ASTT Chartres (Frankreich) und beim Dritten Sten Ostrov Havlickuv Brod (Tschechische Republik) nicht verspielen. Das aber gelingt nur bei einem Sieg in Mazowiecki.

Das Problem ist aber, das Timo Boll (Weltrangliste 8) nach seiner Knieoperation noch nicht hundertprozentig belastbar ist und nicht spielen wird. Der Linkshänder aber war es, der im Hinspiel zwei Einzelerfolge zu Düsseldorfs 3:1-Sieg beitrug. Dafür sind aber sämtliche gesundheitlichen Probleme von Panagiotis Gionis (27), Patrick Franziska (42) und Sharath Kamal Achanta (70) überwunden. Die Stimmung bei den Borussen ist gut. "Der knappe Sieg im Bundesligaspiel in Bergneustadt am vergangenen Wochenende hat uns viel Selbstvertrauen gegeben", erklärt Borussia-Chefcoach Danny Heister. Da hatten Achanta und Franziska bewiesen, dass sie in guter Form sind und die drei siegbringenden Erfolge verzeichnet.

Vielleicht ist der "Fall Boll" nicht das größte Problem. Die Unsicherheit über Bogorias Aufstellung macht Heister viel nervöser. "Wir wissen im Moment noch nicht, mit welchem der beiden Koreaner Bogoria spielen wird", erläutert der Trainer. Die taktische Vorbereitung gleicht dem Fischen im Trüben. Und auch die Festlegung der eigenen Aufstellung, wer an welcher Position aufgeboten wird, wäre einfacher, denn im Tischtennis gibt es durchaus Lieblings- und Angstgegner. "Mal sehen, ob wir uns auch so durchschlagen können", meint Heister. Sein Borgoria Kollege Tomasz Redzimski kann entweder Jung Youngsik (14) oder den ehemaligen Weltranglistenfünften Oh Sang Eun an die Platte schicken. Weil es für die Redzemski-Truppe die letzte Chance ist, sich für einen der beiden ersten Gruppenplätze, die die Viertelfinal-Teilnahme garantieren, zu empfehlen, wird bei den Borussen eher auf Youngsik getippt. Als sicherer Starter gilt Daniel Gorak (61). Aber ob Pawel Fertikowski (182) oder Jakub Kosowski (145) der dritte Mann im Bogoria-Bunde sein wird, steht ebenfalls noch in den Sternen.

So liegt für die Borussia vor dem Tischtennis Champions League-Spiel in Ostrau noch einiges im Ungewissen. Gewiss ist aber, nur ein Sieg hält die Polen weiter auf Distanz.

Die Partie in Polen wird live im Internet auf www.laola1.tv gezeigt.

Quelle: RP
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