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Lokalsport
Borussia bricht Solinger Serie im Behinderten-Tischtennis

Düsseldorf. Schließlich holte Borussia doch noch ein Tischtennis-Triple. Es war zwar nicht das erhoffte der ersten Herrenmannschaft - das war nach der Niederlage im Champions-League-Finale gegen Orenburg passé. Doch nach der Deutschen Meisterschaft der Truppe um Timo Boll und dem nationalen Titel für die Rollstuhl-Tischtennisspieler triumphierten jetzt auch die stehend Behinderten des Vereins.

Dabei gelang den Düsseldorfern eine Wachablösung. Nach zwölf Jahren Abonnementsmeisterschaft löste Borussia den RBS Solingen ab. Im Endspiel gegen die Bergischen setzten sich Julian Pagnotta, Jochen Wollmert, Thomas Altrogge, Ben Despineux, Jürgen Kessler, Dominik Gresens, Klaus Mewes und Sonja Scholten unter der Regie der Coaches Peter Seidel und Stephan Zilles 6:4 durch. "Im Finale waren wir einfach gieriger", sagt Teamkapitän Jochen Wollmert. "Trotz des 1:3-Rückstandes und drei Matchbällen gegen Thomas Altrogge haben wir noch an uns geglaubt und versucht, das Blatt zu wenden. Schon bei den Spielen auf dem Weg zum Finale hat man gesehen, was Teamgeist ausmachen kann." Wollmert hatte mit den Solingern neun Meistertitel erspielt und war 2014 als RBS-Ehrenmitglied nach Düsseldorf gewechselt.

Bereits im Gruppenspiel gegen die SG Baden mussten die Borussen beim 6:4-Sieg über die volle Distanz gehen. Da war das 6:2 über Gastgeber TTG Büßfeld schon fast ein Spaziergang. Als Gruppensieger mussten die Düsseldorfer im Halbfinale gegen den BSV Berlin Wedding-Reinickendorf ran. Erstaunlicherweise war das die leichteste Partie der Endrunde. Beim 6:0 konnten sie ein paar Körner fürs Endspiel sparen - und die wurden gegen den Titelverteidiger auch alle gebraucht.

(tino)
 
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