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Tischtennis
Borussia fällt aus den Play-off-Rängen heraus

Düsseldorf. Borussias Situation in der Tischtennis-Bundesliga bleibt angespannt. Vor 1330 Zuschauern in Stadtallendorf unterlagen die Düsseldorfer dem TTC Grenzau 1:3 und rutschten in der Tabelle von Play-off-Platz vier auf den fünften Rang ab. Von Tino Hermanns

Der deutsche Rekordmeister ist mit 10:12 Zählern punktgleich mit dem Sechsten Grenzau und dem Siebten Bergneustadt. "Wir haben eindeutig eine Chance liegen lassen. Wir hätten gewinnen können", sagte Manager Andreas Preuß. Dabei dachte er an die Begegnungen zwischen Sharath Kamal Achanta (Weltrangliste/WR 71) und TTC-Akteur Andrej Gacina (WR 20) sowie zwischen Patrick Franziska (44) und Gacina. Achanta führte im zweiten Satz mit 10:7 und verlor. Im fünften Durchgang lag Borussias Inder mit 10:8 vorne, konnte aber keinen der beiden Matchbälle nutzen und unterlag. Franziska war im fünften Satz ebenfalls obenauf, lag 9:7 in Front und machte anschließend keinen Punkt mehr. "So was kann passieren, ist jedoch bitter. Aber Gacina hat in diesen Momenten auch großartig gespielt", erklärte Preuß. So sah Franziska den besonderen Schnitt nicht, den Gacina seinen Aufschlägen gab - und verschlug.

Im nach Stadtallendorf ausgelagerten Heimspiel kam für Borussia vieles zusammen. Timo Boll (WR 7) wollte nach seiner dreimonatigen Verletzungspause nur ein Match bestreiten und wurde deshalb auf Position drei eingesetzt. Panagiotis Gionis (26) hat immer noch Probleme mit den neuen Plastikbällen und ließ Franziska und Achanta den Vortritt. Und das, obwohl Gionis zwei Tage zuvor mit seinen beiden Siegen der Matchwinner beim 3:2-Erfolg - in der Champions League bei Sten Ostrov (Tschechien) war.

Franziska strotzt derzeit nur phasenweise vor Selbstbewusstsein. Der 23-Jährige lässt sein Potential immer wieder aufblitzen, kann diese Linie aber nicht konsequent durchziehen. "Patrick ist emotional total instabil", bestätigt Preuß. Von "mir kann keiner etwas", bis zum "Häufchen Elend" vergehen bei Franziska manchmal keine zehn Sekunden. Wie schon seine überraschende Niederlage in der Auftaktpartie gegen Liang Qiu (WR 319) zeigte. Einzig Boll sorgte für ein Erfolgserlebnis: Der Linkshänder bezwang Alberto Mingo Puga locker. "Wir sind enttäuscht, mit einer Niederlage das Jahr zu beenden", bilanzierte Trainer Danny Heister.

Quelle: RP
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