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Lokalsport
Borussia fehlt nur ein Satz zum Finale

Düsseldorf. Dank eines deutlichen Erfolgs im Hinspiel stehen die Chancen der Düsseldorfer auf das Finale um die deutsche Tischtennis-Meisterschaft sehr gut. Timo Boll geht am Sonntag (15 Uhr) in Fulda möglicherweise als Erster an die Platte. Von Tino Hermanns

Borussias Chefcoach Danny Heister könnte morgen im Halbfinal-Rückspiel um die deutsche Tischtennis-Mannschaftsmeisterschaft beim TTC Fulda-Maberzell seinen Spitzenspieler Timo Boll (Weltrangliste/WR 11) auf Position zwei einsetzen. Das brächte den spielstärksten Borussen in Fuldas Arena direkt in der Auftaktbegegnung um 15 Uhr an die Platte. Bolls Chancen, direkt den ersten Satz zu gewinnen, sind gut.

Hintergrund für die Heisterschen Gedankenspiele, wer aus seinem Kader an welcher Position eingesetzt wird, ist die ausgezeichnete Ausgangsposition der Borussia. Das Hinspiel hatten die Düsseldorfer mit 3:0 Matches und 9:0 Sätzen gewonnen. So reicht der Heister-Truppe im Rückspiel bereits ein einziger Satzgewinn, um das Finale am 22. Mai zu erreichen. "Wir fahren mit viel Schwung und Selbstbewusstsein nach Fulda und wollen dort gewinnen. Es wäre unter den gegebenen Umständen ganz falsch, nur für einen Satzgewinn zu spielen", sagt jedoch Borussias Manager Andreas Preuß. Allerdings würde sich die Laune der Düsseldorfer nach dem ersten Satzgewinn natürlich noch mal deutlich anheben.

In den wichtigen Spielen ist Boll immer gesetzt, um die beiden anderen Plätze im Team streiten sich dann Panagiotis Gionis (WR 36), Patrick Franziska (47) und Sharath Kamal Achanta (61). Diesmal aber ist die Aufstellung klar, denn Franziska muss wegen einer Sehnenverletzung passen. Kein Problem, denn Boll, Gionis und Achanta haben ihre gute Form durch ihre persönliche Olympia-Qualifikation im schwedischen Halmstad (Boll, Gionis) und Hongkong (Achanta) unter Beweis gestellt. Achanta, der in Hongkong mit Rückenschmerzen zu kämpfen hatte, ist mittlerweile wieder im Training und hat für Sonntag grünes Licht gegeben. "Timo und Panos sind bester Laune. Besonders Panos hat in Schweden sehr gut gespielt und unter anderem den Weltranglisten-Achten Vladimir Samsonov geschlagen", vermeldet Heister. "Wir fahren nicht nach Fulda, um einen Satz zu gewinnen, sondern wir möchten mit einem Sieg im Rücken ins Finale nach Frankfurt."

Zwar bezifferte Fuldas Trainer Qing Yu Meng die Chancen seines Teams, doch noch das Endspiel zu erreichen, auf null Prozent, doch abschenken wird Fulda-Maberzell nicht. Da ist sich auch Heister sicher. Qing Yu Meng kann Wang Xi, Ruwen Filus (WR 48), Jonathan Groth (50) und Thomas Keinath (171) an den heimischen Tisch schicken. Selbst wenn es nicht zum Finaleinzug reichen sollte, wird das Fulda-Quartett alles daran setzen, sich für die schmachvolle Hinspielniederlage zu revanchieren.

Die Bilanz allerdings spricht eindeutig für die Düsseldorfer. Von den letzten elf Begegnungen gewannen die Borussen zehn, darunter zwei Pokal- und zwei Meisterschafts-Endspiele. Gegen die Hessen spielen die Borussen im Grunde immer gut. Fuldas Spielsystem mit zwei Abwehrspielern liegt ihnen. "Darum hoffe ich, dass wir den Sack schnell zumachen", sagt Heister.

Quelle: RP
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