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Lokalsport
Borussia ist gegen Chartres chancenlos

Düsseldorf. Das 0:3 in der Tischtennis-Champions-League unterstreicht, dass der Fokus auf der Ligapartie morgen liegt. Von Tino Hermanns

"Du schaffst das!" Dieser schon leicht verzweifelte Anfeuerungsruf traf bei Sharat Kamal Achanta auf taube Ohren. Der Inder im Dienste von Tischtennis-Rekordmeister Borussia schien im Champions League-Spiel gegen ASTT Chartres (Frankeich) eher der Forderung von Manager Andreas Preuß Folge zu leisten. Preuß hatte gesagt, dass die Prioritäten an diesem Wochenende auf dem Spiel der Tischtennis-Bundesliga bei Post SV Mühlhausen lägen. So gab sich Achanta in untypischer Manier mit 0:3 gegen Pär Gerell geschlagen. Irgendwie war Achanta seine große Stärke, der Kampfgeist abhanden gekommen. Am Ende unterlag die Borussia den Gästen sang- und klanglos mit 0:3.

Dennoch kann der letztjährige Champions-League-Finalist aus Düsseldorf die Gruppenphase überstehen. Zum Einzug ins Viertelfinale stehen der Borussia noch zwei Chancen offen. Wenn morgen das Team aus Bogoria (Polen) sein Heimspiel gegen die Tschechen aus Ostrava gewinnen sollte, sind die Borussen durch. Sollten die Tschechen die Partie siegreich gestalten, kann die Borussia mit einem Erfolg in Ostrava im letzten Gruppenspiel alles klar machen.

Im Match gegen Chartres, dem Tabellenführerder Gruppe D, lief es für die Gastgeber schon im Vorfeld nicht rund. Lange hatten die Borussen mit einem Einsatz des vor einigen Wohen am Knie operierten Timo Boll (Weltrangliste 7) geliebäugelt, doch der Linkshänder hat noch Schmerzen. Und dann zog sich Patrick Franziska am Donnerstag beim Nationalmannschaftslehrgang einen Muskelfaserriss im Trizeps des Schlagarms zu.

So kam Trainer Danny Heister mal wieder zu einem internationalen Einsatz. Doch der 44-Jährige konnte trotz aller Erfahrung dem Spiel keine Wendung mehr geben. Er musste nach den Niederlagen von Achanta gegen Gerell und Panagiotis Gionis (26) gegen Gao Ning (19) mit einer 0:2 Hypothek an den Tisch. "Auf dem Niveau habe ich nichts mehr verloren", hatte Heister, ehemals die Nummer 16 der Weltrangliste, vorher gesagt. Er arbeitete, rackerte, kämpfte, doch sein Gegenüber Robert Gardos (23) blieb unbeeindruckt.

Morgen in der Liga in Mühlhausen treten die Borussen wenigstens körperlich gestärkt an. Nach der Niederlage gegen Chartres traf man sich auf Einladung des Gastronomen Lino Palmieri im Ristorante Amalfi.

Quelle: RP
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