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Lokalsport
Borussia klettert an die Spitze der Tischtennis-Bundesliga

Düsseldorf. Aufträge erfüllt - so nüchtern lautet das Fazit der Borussia nach dem 3:1-Erfolg über den Post-SV Mühlhausen in der Tischtennis-Bundesliga im sächsischen Döbeln. Am Freitag hatte es im Champions- League-Gruppenspiel bei SPG Walter Wels in Österreich ein glattes 3:0 gegeben. "Das war ein harter Trip, aber ein guter Trip", urteilte Borussias Chefcoach Danny Heister. "Gegen Mühlhausen war es Bundesliga-Alltag, aber den muss man auch erst mal bestehen." Heister hatte vor dem Wochenende mit 1820 Reisekilometern zwei Erfolge gefordert. Seine Jungs hatten offenbar gut zugehört und lieferten.

Beim Heimspiel in der Fremde - die Düsseldorfer hatten die Begegnung mit Mühlhausen an den Kooperationsverein in Döbeln vergeben - war Timo Boll (Weltrangliste/WR 11) der Sieggarant. In seinen beiden Spielen gab der 35-Jährige keinen Satz ab. Weder Bohumil Vozicky, der für den am Knie verletzten Ex-Borussen Lars Hielscher ins Post-Team gerückt war, noch der Mannschafts-Europameister von 2015, Daniel Habesohn (Österreich/WR 89) hatten eine echte Siegchance gegen Borussias Nummer eins. "Timo war bärenstark", lobte Heister knapp. Das konnte der Coach über Stefan Fegerl (WR 20) nicht sagen, denn er unterlag seinem Kumpel Habesohn nach langem, zähem Ringen. "Dass Stefan nicht gewonnen hat, war schade. Er führte im fünften Satz 6:4, wurde aber dann zu passiv", analysierte der Coach.

Beim Zwischenstand von 1:1 trat Sharath Kamal Achanta (WR 76) an die Platte. Er hatte die Aufgabe, die Borussia wieder auf die Siegesstraße zurückzuführen. Dabei nahm der Inder ein paar Umwege, indem er teilweise zu schnell den Punkt mahen wollte, dabei aber jede Menge Fehler einstreute. Er schaffte es gegen Ovidiu Ionescu (WR 57) freilich doch. Dabei beeindruckte Achanta mal wieder mit seiner unglaublichen Nervenstärke. "Kamals Sieg war sehr wichtig. Er hat Timo den Matchball aufgelegt", sagte Heister. Und den verwandelte Boll gewohnt souverän.

Nach dem Sieg gegen Mühlhausen sprangen die Düsseldorfer von Tabellenplatz drei an die Spitze, denn gleichzeitig spielten der ehemalige Tabellenführer Ochsenhausen und der Zweite Fulda-Maberzell gegeneinander. Fulda gewann 3:2 und ließ Ochsenhausen mit jetzt 12:4 Punkten auf Rang drei stürzen. Borussia und Fulda haben jeweils 12:2 Zähler gesammelt und dabei 19:8 Matches gewonnen. Doch Heisters Team hat 70:32 Sätze geholt, die Hessen 66:29.

In der Champions League ist Borussia ebenfalls auf Kurs. Nach dem Sieg in Österreich sind sie bereits zwei Spieltage vor Ende der Gruppenphase für das Viertelfinale qualifiziert.

(tino)
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