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Borussia macht es wieder spannend

Lokalsport: Borussia macht es wieder spannend
Patrick gewann bei seinem Comeback das Einzel gegen Ricardo Walther ohne Satzverlust. Foto: dpa FOTO: Franziska
Düsseldorf. Beim 3:2-Sieg gegen Gastgeber Bergneustadt fällt die Entscheidung erst im fünften und letzten Satz des Schlusseinzels. Achanta gewinnt auch seine zweite Partie und lässt den Rekordmeister jubeln, bei dem Franziska wieder dabei war. Von Tino Hermanns

Da kann wirklich niemand behaupten, dass bei der Borussia nichts geboten wird. Zum vierten Mal in Folge reizte das Team vom Staufenplatz in der Tischtennis Bundesliga (TTBL) alles aus. Diesmal boten die Düsseldorfer den Zuschauern des TTC Schwalbe Bergneustadt eine epische Schlacht über fünf Matches mit insgesamt mehr als dreieinhalb Stunden Spielzeit. Diesmal allerdings mit dem besseren Ende für sich. Mit 3:2 bezwang die Borussia den Gastgeber und tauschte mit ihm die Plätze. Jetzt ist die Borussia aufgrund des besseren Matchverhältnisses Vierte.

Dass bei den Borussen Timo Boll nach seiner Knieoperation noch nicht wieder würde mitmischen können war klar. Auch mit Patrick Franziska hatte man nicht unbedingt gerechnet. Doch Borussia-Arzt Tony Kass und Physiotherapeut Ole Nauert hatten ganze Arbeit geleistet. Genauso wie Franziska an seinem "Arbeitstisch". An Position drei spielend, ließ der 23-Jährige im Duell der beiden talentiertesten jungen deutschen Tischtennisspieler dem Ex-Borussen Ricardo Walther nicht den Hauch einer Chance. Mit einer erstaunlich souveränen Vorstellung nach seinem Muskelfaserriss in der Leiste und dem daraus resultierenden Trainingsrückstand brachte Franziska die Borussia zurück auf die Siegerstraße.

Zuvor hatte Sharat Kamal Achanta den deutschen Einzelmeister des Jahres 2013, Steffen Mengel, bezwungen. Borussias Inder hatte lediglich im ersten Satz Probleme. Da ging es Panagiotis Gionis schon anders. Gegen Benedikt Duda sah der griechische Nationalspieler zwei Sätze lang wie der sichere Sieger aus, doch als sich Duda auf Gionis' Defensivspiel eingestellt hatte, konnte der Borusse nicht mehr zulegen und verlor.

Als Gionis bei einer 2:1 Führung gegen Mengel den Gesamterfolg quasi auf dem Silbertablett vorgelegt bekam, zeigte sich der Senior indisponiert und uninspiriert. Nur im zweiten Satz zeigte Gionis, was er auch kämpferisch drauf hat.

Da präsentierte sich Achanta komplett anders. Nach seinem Muskelabriss im Mai und fünfmonatiger Reha-Phase ist Achanta allmählich mental wieder der Alte. Gegen Duda pushte er sich nach jedem Punktgewinn mit geballter Faust, war emotional voll da und brachte seinen seinen zweiten und den dritten für seine Borussia und damit den Gesamtsieg unter Dach und Fach

Quelle: RP
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