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Borussia muss in Polen unbedingt gewinnen

Lokalsport: Borussia muss in Polen unbedingt gewinnen
Der Ball war gut, scheint Kristian Karlsson hier zu reklamieren, der zuletzt zwar nicht glänzte, aber gewann und Selbstvertrauen getankt hat. FOTO: Horstmüller
Düsseldorf. Das Tischtennisteam tritt heute in der Champions League beim K.S. Dekorglass Dzialdowo an. Nach Auftaktniederlagen stehen beide Teams schon mit dem Rücken zur Wand. Von Tino Hermanns

Freitag, der 13. - für abergläubige Menschen ist es ein Tag, an dem das Schicksal auf verhängnisvolle Art zuschlägt. Auch für die Borussia kann es heute ein Schicksalstag sein. Um 18 Uhr steht beim K.S. Dekorglass Dzialdowo in Polen das zweite Gruppenspiel in der Tischtennis Champions League an und die Düsseldorfer stehen bereits unter Druck. Die erste Partie gegen GV Hennebont TT (Frankreich) ging im heimischen Arag Center Court verloren. Die Folge: Der deutsche Rekordmeister findet sich in der Tabelle auf einem für ihn untypischen dritten und damit vorletzten Platz wieder. Nur mit einem Sieg in Polen können die Borussen ihre Hoffnungen auf Gruppenplatz eins erhalten. "Wir waren nach dem Spiel gegen Hennebont äußerst unzufrieden", räumt Borussia-Trainer Danny Heister ein. "Jetzt müssen wir in Polen gewinnen, um unsere Chance auf das Viertelfinale zu wahren, was nicht einfach werden wird."

Recht hat er, kann sein Dzialdowo-Kollege Piotr Kolacinski doch Wong Chun Ting (Weltrangliste 10), Kenta Matsudaira (WR 11), Wang Yang (WR 66) und Pawel Fertikowski (WR 202) aufbieten. Da wird es für die Heister-Truppe eine Überraschung sein, wer bei den Polen heute Abend am Tisch stehen wird. "Wir wissen vor allem nicht, welcher der beiden Nicht-EU-Ausländer spielen wird", erklärt Heister. Laut Reglement darf jeweils nur ein Nicht EU-Ausländer eingesetzt werden, also entweder Wong Chun Ting (Hongkong) oder der Japaner Matsudaira. Abwehr-Spezialist Wang Yang startet international für die Slowakei.

Erschwerend zum Aufstellungspuzzle kommt hinzu, dass auch K.S. gewinnen muss. Mit 2:3 hatten sie zum Auftakt gegen Roskilde Bordtennis BTK61 (Dänemark) das Nachsehen.

Dzialdowo ist nach Einschätzung von Preuß der härteste Gegner in der Gruppe. "Auch weil die Ausgangsposition für die Polen ähnlich wie unsere ist", erläutert Borussia-Manager Andreas Preuß. "Aber der Erfolg im deutschen Pokal am Dienstag über Bundesligist ASV Grünwettersbach gibt uns Rückenwind." Das gilt, so die Hoffnung der Borussen, besonders für Kristian Karlsson (WR 23), der nach mehreren Niederlagen gegen den ASV zwar spielerisch keine Glanzleistung ablieferte, aber immerhin mit einem knappen Sieg neues Selbstvertrauen gesammelt haben sollte. Über die spielerische Stärke von Timo Boll (WR 5) gibt es derzeit keine Zweifel. Der 36-Jährige ist seit Wochen in Top-Form und soll in Polen zwei Punkte machen. Stefan Fegerl (WR 31) ist nervlich etwas wackelig, aber auch zu Großtaten fähig. Und Anton Källberg (WR 75) geht mit jugendlicher Unbekümmertheit zu Werke. Manchmal zu unbekümmert, aber Heister wird ihn auf Erfolgskurs trimmen. Hoffentlich schon heute in Dzialdowo.

Quelle: RP
 
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