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Lokalsport
Borussia muss Platz vier verteidigen

Düsseldorf. Der Tabellenfünfte der Tischtennis-Bundesliga, TTC Bergneustadt, tritt morgen am Staufenplatz an. Die Gastgeber bangen um den Einsatz und die Form des stark erkälteten Timo Boll. Von Tino Hermanns

Endspielerfahrung hat die Borussia jede Menge. Doch das allein garantiert noch nicht den Erfolg in entscheidenden Spielen. Doch die Routine könnte bei zwei Teams, die sich auf Augenhöhe begegnen, den Ausschlag geben. Darauf hoffen die Tischtennisspieler des deutschen Rekordmeisters jedenfalls. Morgen geht es für den amtierenden Meister am vorletzten Spieltag der Tischtennis-Bundesliga gegen den TTC Schwalbe Bergneustadt (15 Uhr, Ernst-Poensgen-Allee 58).

In der Tabelle haben beide Mannschaften 18:14 Punkte erspielt und liegen auf den Plätzen vier und fünf. Aber nur Rang vier bringt die Play-off-Qualifikation. Sollte Borussia den Hinspielerfolg wiederholen, sind die Düsseldorfer weiterhin im Rennen um den Meistertitel dabei - dafür sorgt das deutlich bessere Matchverhältnis im Vergleich zu Bergneustadt. "Das ist jetzt schon mindestens das fünfte gefühlte Finale um die Play-off-Qualifikation in dieser irren Saison. Nach all den Verletzungen haben wir es aber immer noch selbst in der Hand. Ich setze auf unseren Teamgeist", sagt Borussias Manager Andreas Preuß.

Auch vor der 17. Begegnung sind die Borussen nicht aller Sorgen ledig. Nachdem Timo Boll (Knie-OP), Panagiotis Gionis (Bauchmuskelzerrung), Sharath Kamal Achanta (Reha nach Muskelabriss im hinteren Oberschenkel) und Patrick Franziska (u.a. Muskelfaserriss im Schlagarm) munter nacheinander und auch gleichzeitig ausfielen, brachte Boll anstelle einer Medaille einen fetten grippalen Infekt von der Mannschafts-WM im malaysischen Kuala Lumpur mit, die noch nicht vollständig auskuriert ist. Sein Einsatz ist derzeit fraglich. Doch selbst wenn der Rekord-Europameister wieder an den Tisch gehen sollte, bleibt die Frage, in welcher Form er ist. Die Vollendung seines 35. Lebensjahres beging der Weltranglistenzehnte am Dienstag jedenfalls mit verstopfter Nase.

Auch Franziska konnte dem deutschen Team in Malaysia nach eher durchwachsenen Leistungen nicht zum Medaillengewinn verhelfen. "Die WM war gestern, jetzt kämpfen wir gemeinsam für unsere Titelverteidigung", sagt Preuß angriffslustig. Das sind aber auch die "Schwalben". "Wir gehen ohne Druck ins Spiel. Außerdem mit viel Freude, denn wir können etwas ganz Besonderes schaffen", erklärt TTC-Trainer Jens Stötzel. Er kann Nationalspieler Steffen Mengel (Weltrangliste/WR 70) und Gustavo Tsuboi (WR 63), den Ex-Borussen Ricardo Walther (93) sowie Benedikt Duda (121) aufbieten. "Es ist schon toll, zum jetzigen Zeitpunkt die Play-offs in der eigenen Hand zu haben. Und natürlich wäre das Erreichen der Play-offs herausragend für die Mannschaft und den Verein", so Stötzel. Es wäre die erste Teilnahme der Bergneustädter.

Um zu verhindern, dass dem TTC Herausragendes gelingt, haben die Borussen auch die eigenen Fans eingeplant. Wenn der Arag Center Court zum Hexenkessel wird, wurden die Borussen in engen Situationen schon zu verblüffenden Siegen getrieben. Cheftrainer Danny Heister will nichts dem Zufall überlassen. Um den Teamgeist zu aktivieren, trifft sich das Team heute zum gemeinsamen Essen.

Quelle: RP
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