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Lokalsport
Borussia peilt erneuten Pokaltriumph an

Düsseldorf. Für den Tischtennis-Bundesligisten geht es im ersten Halbfinale in Ulm zunächst gegen Schwalbe Bergneustadt. Größter Hoffnungsträger auf den erneuten Titelgewinn ist Timo Boll, der nach seiner Verletzung langsam wieder in Form kommt. Von Tino Hermanns

Noch steht der "Pott" am Staufenplatz. Insgesamt beherbergten die Borussen den deutschen Tischtennis-Pokal bereits 23 Jahre lang. Geht es nach den Düsseldorfern, steht er auch ab Montag für weitere zwölf Monate wieder dort. Die Profis reisen als Titelverteidiger zum heutigen "Final Four", der Endrunde um den deutschen Pokal, in die Ratiopharm Arena nach Ulm.

"Wir sind in Ulm nicht der haushohe Favorit", betont Borussias Cheftrainer Danny Heister. Der Niederländer scheint sich in der selbst ernannten Rolle als Underdog gar nicht so unwohl zu fühlen. Ex-Borusse und Tischtennis-Bundestrainer Jörg Roßkopf ist da anderer Meinung. "Borussia Düsseldorf wird mit Timo Boll wieder in Bestbesetzung antreten und ist dann die beste Mannschaft in Deutschland. In Topbesetzung führt einfach kein Weg an der Borussia vorbei", stellt Roßkopf klar. "Ich hätte nichts dagegen, wenn wir ein weiteres Mal den Pokal gewinnen würden", antwortet Heister.

Um das zu schaffen, müssen Boll, Panagiotis Gionis (Weltrangliste/WR 25), Patrick Franziska (WR 41) und Sharath Kamal Achanta (WR 67) zuerst einmal das Halbfinale um 11 Uhr gegen den TTC Schwalbe Bergneustadt siegreich gestalten. Nicht ganz einfach, denn die Schwalben marschieren in der Bundesliga mit den Düsseldorfern im Gleichschritt. Beide Teams haben 12:12 Zähler erspielt und gewannen jeweils ihr letztes Ligaspiel. Dennoch geben sich die Bergneustädter wenig optimistisch. "Die Chancen stehen 30:70", meint TTC-Akteur Benedikt Duda, gibt sich aber dennoch selbstbewusst. "Wir werden mit breiter Brust auftreten und versuchen, den 24. Pokalsieg der Düsseldorfer zu verhindern." Sie haben sich auch schon Gedanken über die Aufstellung gemacht.

Im Liga-Duell, das die Borussen mit 3:2 für sich entschieden, hatte Gionis gegen Duda (WR 130) und Steffen Mengel (58) verloren. Also gehen die Schwalbe-Spieler nicht davon aus, dass der Grieche eingesetzt wird. "Wir müssen versuchen, gegen Patrick Franziska und Kamal Achanta zu punkten", stellt Duda klar. An Siege über Düsseldorfs Top-Spieler Boll glauben die Schwalben demnach also nicht.

Aus gutem Grund. Der Linkshänder findet nach seiner dreimonatigen Verletzungspause, die ihn vorläufig auch die Notierung als Nummer sieben in der Weltrangliste gekostet hat, langsam zu alter Stärke zurück. "Timo ist ein Phänomen. Das hat er in den wichtigen Spielen für uns immer wieder unter Beweis gestellt. Er hat sicherlich noch nicht seine absolute Topform erreicht", sagt Heister. "Ich bin aber sehr zuversichtlich, dass er nach seinem starken Auftritt im Bundesligaspiel in Fulda weiter zulegen wird."

Der Top-Star selbst ist realistisch. "Mittlerweile kann ich wieder auf einem soliden Niveau spielen. Bis ich wieder auf 100 Prozent bin, wird es aber noch eine Weile dauern. Die Geduld werde ich aber haben", versichert Boll. "Ob es schon beim Final Four zum Titel reicht, ist wirklich eine spannende Frage." Auch, weil sich im zweiten Halbfinale mit dem 1. FC Saarbrücken TT und dem TTC Fulda-Maberzell die aktuelle Nummer eins und zwei der Bundesliga im direkten Favoriten-Duell gegenüberstehen.

Nichtsdestotrotz ist der Titelverteidiger in jedem Fall dazu in der Lage, auch diesmal den Titel mitzunehmen. "Wir sind auf dem richtigen Weg. Aber das gesamte Puzzle muss passen, um erneut ganz oben auf dem Podest zu stehen", sagt Coach Heister.

Quelle: RP
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