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Lokalsport
Borussia setzt auf nervenstarken Fegerl

Düsseldorf. Der Österreicher holte in der Tischtennis Champions League den Siegpunkt zum 3:2 in Chartres. Morgen (15 Uhr) führt er das Düsseldorfer Aufgebot im Bundesliga-Heimspiel gegen Bergneustadt an. Von Tino Hermanns

Borussias Chefcoach Danny Heister ist in einer beneidenswerten Lage: Er kennt nicht nur seine Spieler, sondern auch die des morgigen Gegners in der Tischtennis-Bundesliga aus dem Effeff. Der TTC Schwalbe Bergneustadt, aktuell auf Tabellenplatz sieben geführt, unterhält in seiner Heimat keine eigene Trainingsgruppe. So sind Steffen Mengel (Weltrangliste/WR 74), Ricardo Walther (WR 93) und Benedikt Duda (83) in Düsseldorf untergeschlüpft und trainieren fast täglich mit ihren morgigen Gegnern (15 Uhr, Arag-Center-Court, Ernst-Poensgen-Allee) zusammen.

"Wir werden uns in zwei kürzeren Trainingseinheiten noch einmal allein auf das Meisterschaftsspiel einstellen", erläutert Heister. "Dann bleibt unsere Hallentür für die Bergneustädter ausnahmsweise mal geschlossen", ergänzt der Niederländer lächelnd.

Dass die Borussen auch gegen Spieler, die sie wie ihre eigene Westentasche kennen, gewinnen können, bewies Stefan Fegerl (WR 22) in der Champions League. Beim dreimaligen französischen Meister Chartres ASTT setzten sich die Düsseldorfer am späten Donnerstagabend mit 3:2 durch. Dabei war Timo Boll (WR 13) trotz Nackenproblemen der gewohnt sichere Erfolgsgarant. Der 35-Jährige steuerte zwei mühelose Siege über Robert Gardos (WR 46) und Pär Gerell (43) bei. Fegerl und Anton Källberg sorgten hingegen mit Niederlagen für den 2:2-Zwischenstand, bevor Fegerl gegen seinen österreichischen Nationalmannschaftskollegen Gardos zum entscheidenden Duell antrat. Die beiden kennen sich aus unzähligen Trainingseinheiten und gewannen zusammen die Mannschafts-EM 2015. In der Königsklasse erwies sich Borussias "Ösi" als nervenstark, setzte sich mit 3:2 durch und sicherte seinem Team die Tabellenführung der Gruppe D.

"Im Kampf um Platz eins in der Gruppe war das ein wichtiger Sieg", urteilt Manager Andreas Preuß, und Heister ergänzt: "Eine gute Leistung. Stefan hat seine Sache gegen Gardos gut gemacht. Matches gegen Landsleute, die man aus dem Training so gut kennt, sind für die Spieler immer etwas Besonderes und nie leicht." Und man kann auch gegen Trainingskumpels verlieren, wie die jüngste Bundesligapartie der Düsseldorfer gegen Bergneustadt zeigt. In der vergangenen Saison siegten die Oberbergischen im Arag Center Court mit 3:1.

Wegen der unangenehmen Erinnergung schwingt beim Tabellendritten aus Düsseldorf vor der Neuauflage eine Menge Respekt mit. Auch, weil Kristian Karlsson (WR 29) wegen einer Entzündung im linken Fuß nicht eingesetzt werden kann und Heister auf Boll verzichtet, um keine Verschlimmerung seiner Nackenverletzung zu riskieren. So stehen morgen Fegerl, Sharath Kamal Achanta (WR 75) und Anton Källberg (88) am Tisch. "Ich denke, dass beide Teams ungefähr gleich stark sind", sagt Heister. Er werde seinen Jungs aber noch ein paar Tipps geben, wie man "die Schwalben vom Himmel holen" kann. Schließlich kennt er sie aus dem Effeff.

Quelle: RP
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