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Borussia steht vor dem Gruppensieg

Lokalsport: Borussia steht vor dem Gruppensieg
Borussia-Trainer Danny Heister (re.), hier mit seinem Spieler Stefan Fegerl, verzichtet gegen Bad Königshofen auf seinen Top-Akteur Timo Boll. FOTO: homü
Düsseldorf. Der Tischtennis-Rekordmeister gewinnt das wichtige Gruppenspiel der Champions League bei G.V. Hennebont 3:1. Morgen empfangen die Düsseldorfer in der Bundesliga den Aufsteiger Bad Königshofen. Von Tino Hermanns

Bei der bisher einzigen Saisonniederlage Borussias, dem 2:3 im Tischtennis-Champions-League-Spiel gegen den G.V. Hennebont TT aus Frankreich, konnte Anton Källberg (Weltrangliste 75) verletzungsbedingt nicht eingesetzt werden. Da ist es fast logisch, dass der 20-Jährige Schwede im Rückspiel in Hennebont dabei war. Doch eine echte Hilfe war Källberg nicht. Zum Auftakt unterlag er Quentin Robinot (WR 65). Dank Timo Boll (WR 4) und Kristian Karlsson (WR 27) drehten die Borussen jedoch die Partie und gewannen 3:1. Damit übernahmen die Borussen die Tabellenführung in Gruppe D. Der deutsche Rekordmeister ist das einzige Team mit einer Zwischenbilanz von 3:1 Siegen.

Die ersten vier Sätze in Hennebont gingen an die Gastgeber. Drei in Serie für Robinot gegen Källberg und einer für Cedrick Nuytinck (WR 71) gegen Timo Boll. Doch im Duell der Linkshänder hatte sich der Düsseldorfer den Belgier erst einmal einen Satz lang an- und anschließend ausgeguckt. Eine echte Siegchance hatte Nuytinck nie. Auch Karlsson gab den ersten Satz gegen Liam Pitchford (WR 58) ab, setzte dann aber mit unbändigem Siegeswillen sein Power-Tischtennis durch.

Boll hatte sich in seiner ersten Partie warm gespielt und dominierte in seinem zweiten Match Hennebonts Spitzenspieler Robinot immer, wenn er wollte. So setzte sich die bewährte Taktik mal wieder durch. Boll macht zwei Punkte und irgendein anderer den dritten.

Nach dem Erfolg der Borussia in Frankreich dürfte Rudi Dümpert mal wieder eine Gänsehaut bekommen haben. Nicht weil ihm so kalt ist, sondern, weil er seit August 2017 oft positiv emotional berührt ist. Dümpert ist Pressesprecher des TSV Bad Königshofen und schreibt Spielvorberichte des Aufsteigers in die Tischtennis Bundesliga. "Allein dass wir in dieser TTBL in einem Atemzug mit solchen Tischtennis-Hochburgen wie Düsseldorf genannt werden, erfüllt uns immer noch mit Stolz. Mir geht immer noch die Gänsehaut auf, wie man bei uns sagt, wenn ich auf die Titel, Meriten und Weltranglistenpositionen unserer Gegner hinweisen darf",erläutert Dümpert. So dürfte seine Gänsehaut besonders dick gewesen sein, als er auf den nächsten Gegner des TSV hingewiesen hat, denn das ist kein Geringerer als der Rekordmeister. Morgen um 15 Uhr trifft der Aufsteiger aus dem Unterfränkischen beim Abonnementsmeister im Arag-Center-Court an.

Führt die Borussen gegen Bad Königshofen an: Kristian Karlsson FOTO: horstmüller

Der TSV ist Letzter, doch das ist für die Düsseldorfer kein Grund, respektlos zu sein. "Zum Glück haben wir in der Bundesliga gut vorgelegt und stehen nicht unter Druck", meint Cheftrainer Danny Heister angesichts der makellosen 14:0- Punkte-Bilanz seiner Mannschaft und den vier Punkten Vorsprung auf Tabellenplatz zwei. "Wir nehmen die Begegnung nicht auf die leichte Schulter." Auf Leitwolf Timo Boll verzichten die Borussen dennoch - der Kader ist ja stark genug.

Quelle: RP
 
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