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Lokalsport
Borussia verpflichtet Stefan Fegerl

Düsseldorf. Nach dem schwedischen Talent Jonas Källberg kommt auch der Österreicher. Von Tino Hermanns

Tischtennis-Nationalspieler Patrick Franziska (Nummer 41 der Weltrangliste) wird die Borussia am Saisonende verlassen. Doch dafür, dass am Staufenplatz auch in der Saison 2016/17 erfolgreiches Tischtennis gespielt wird, sorgt Manager Andreas Preuß. Zunächst gelang es ihm mit dem gerade mal 18-jährigen Schweden Jonas Källberg (69) das wahrscheinlich größte europäische Tischtennis-Talent an den Rhein zu locken. Jetzt unterzeichnete auch der 27-jährige Österreicher Stefan Fegerl (22) einen Zweijahresvertrag.

"Stefan ist unser absoluter Wunschspieler", erklärt Preuß. "Er ist ein Spieler mit internationaler Erfahrung, der im vergangenen Jahr einen großen Sprung gemacht hat und auf dem Weg in die Top 20 der Welt ist. Er wird uns mit seinen Fähigkeiten speziell in den Champions League Spielen verstärken."

Fegerl ist seit Jahren mit seinem Verein Weinviertel Niederösterreich in der Champions League unterwegs und hat im gerade vergangenen Jahr nachhaltig auf sich aufmerksam gemacht. So bezwang er Olympiasieger Zhang Jike (5), den Ex-Borussen Jun Mizutani (6/Grand Finals Sieger 2014) und Marcos Freitas (8/Vize-Europameister 2015). Außerdem führte er die österreichische Auswahl zum Europameistertitel (Finalsieg über Deutschland) und sicherte sich an der Seite des Portugiesen João Monteiro den EM-Titel im Doppel.

"Stefan wird unserer Mannschaft gut tun", meint Borussia-Chefcoach Danny Heister. "Er ist ein erstklassiger Teamplayer, der super zu uns passt. Stefan hat eine hohe spielerische und mentale Qualität, eine attraktive Spielweise, großen Kampfgeist und kann jeden schlagen." Mit der Verpflichtung des Österreichers steht das Borussia-Team der Zukunft zu 75 Prozent. Mit dem Rekord-Europameister Timo Boll (7), Fegerl und Källberg dürften weitere Erfolge garantiert sein.

Ob aus dem aktuellen Borussia-Kader Panagiotis Gionis (24) und/oder Sharat Kamal Achanta (67) in Düsseldorf bleiben, wird Ende Januar besprochen. "Für uns sind neben der sportlichen Qualität zwei Dinge wichtig: Wir brauchen Spieler, die alle Partien für uns bestreiten können und wir brauchen Spieler, die in Düsseldorf leben", erklärt Preuß. Die sportliche Qualität und die Liebe zur Borussia haben Gionis und Achanta bereits häufig unter Beweis gestellt. Ob sie aber die beiden anderen Preußischen Voraussetzungen erfüllen können, ist fraglich. Achanta lebte in den letzten Jahren meistens in Europa und möchte nach den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro mehr mit seiner Familie zusammen sein. Gionis ist 36 Jahre alt, ob er nach den Tagen in Rio sich noch die Borussia-Tortur mit gut 40 Saisonspielen antun möchte? Das weiß nur Panos. Anfang Februar weiß es auch der Borussia-Manager.

Quelle: RP
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