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Borussias Fegerl zeigt, was er kann

Lokalsport: Borussias Fegerl zeigt, was er kann
Mit entschlossenem Blick trifft Stefan Fegerl den Ball - und gewinnt sein Spiel gegen den SV Werder. FOTO: homü
Düsseldorf. Der österreichische Zugang des Tischtennis-Rekordmeisters landet endlich seinen ersten Sieg im Düsseldorfer Trikot. Die Folge ist ein ungefährdeter 3:0-Heimsieg gegen den SV Werder Bremen. Von Tino Hermanns

Schön, wenn sich Hoffnungen erfüllen. Borussias Chefcoach Danny Heister hatte eine solche - dass in der Partie der Tischtennis Bundesliga gegen den SV Werder Bremen der Knopf bei Zugang Stefan Fegerl endlich aufgeht. Vor der Begegnung mit den Hanseaten hatte sich Fegerl (Weltrangliste/WR 21) mit zwei Niederlagen hintereinander deutlich unter Wert verkauft. Gegen Werder allerdings setzte der 28-jährige Österreicher mit einer überzeugenden Leistung gegen Bremens Kirill Skachkov (WR 99) seinem Negativtrend ein deutliches Ende.

Skachkov, der bereits den zweimaligen Vize-Europameister Patrick Baum bezwungen hat, hatte gegen den Neu-Düsseldorfer keine Siegchance. Damit setzte der Borusse der Partie auch ein Ende, denn vor Fegerl hatte bereits das Schweden-Duo Kristian Karlsson und Anton Källberg seine jeweiligen Partien gewonnen und so dem deutschen Rekordmeister und Titelverteidiger zum 3:0-Erfolg verholfen. "Das war ein toller Erfolg der Mannschaft und vielleicht sogar einer der schönsten Siege in der Bundesliga-Hauptrunde", urteilte Heister. Mit jetzt 4:2 Punkten liegen die Düsseldorfer auf Tabellenplatz drei.

Gegen Bremen verzichteten sie noch auf den Einsatz von Rekord-Europameister Timo Boll. Die Nummer der 13 der Weltrangliste ist nach der Nackenwirbel-Verletzung im Team-Bronzemedaillenmatch bei den Olympischen Spielen in Rio, das Boll mit einer beispiellosen Energieleistung gewann, noch immer nicht völlig wiederhergestellt. Und weil es im Laufe der Tischtennis-Saison 2016/17 noch mehr als ausreichend Gelegenheit gibt, Bolls nicht gerade unterentwickeltes Können dem Düsseldorfer Publikum zu präsentieren, gönnte Heister seinem Spitzenspieler noch einmal eine Pause. Da auch der Inder Sharath Kamal Achanta (WR 76) wegen eines Heimat-Aufenthaltes gegen Bremen nicht zur Verfügung stand, stellte sich das Team von selbst auf.

Dennoch bewies Heister taktische und psychologische Qualitäten. Fegerl ist von der Weltrangliste her nach Boll der am höchsten notierte Borusse, doch Heister setzte ihn an Position drei ein. "Ich freue besonders über den Sieg Stefans, dass der Knoten jetzt endlich geplatzt ist. Ich habe ihn bewusst auf Position drei gestellt, damit er sich auf nur ein Spiel fokussieren kann", erklärte Heister. Ohne den Druck, eventuell zwei Siege holen zu müssen, zeigte Fegerl, was er kann. Den Rückhalt hatte der Österreicher durch die 2:0-Führung bezogen, die er von Karlsson und Källberg mit auf den Weg bekam.

Die überzeugende Mannschaftsleistung nötigte auch dem Ex-Borussen Bastan Steger, der in Rio auch wegen Bolls Energieleistung Bronze gewann, Respekt ab. "Dass es ein sehr schweres Spiel für uns würde, auch wenn Timo nicht spielt, war uns klar", sagte Steger. "Trotzdem hatten wir uns etwas ausgerechnet. Alle drei Partien spielte Borussia sehr, sehr gut, sie hat verdient gewonnen. Trotzdem ist es ein bisschen enttäuschend, dass es dann 0:3 ausgegangen ist."

Quelle: RP
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