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Lokalsport
Borussias Källberg wandelt auf Roßkopfs Spuren

Düsseldorf. Der schwedische Tischtennisprofi gilt als das größte europäische Talent. In Düsseldorf will er noch besser werden. Von Tino Hermanns

Anton Källberg ist bei der Borussia der legitime Nachfolger von Jörg Roßkopf, Vladimir Samsonov, Christian Süß oder Jun Mizutani. Alle vier waren auch sehr jung, als sie zur Borussia kamen und wurden als große Tischtennis-Talente bezeichnet. Und alle vier bestätigten die Einschätzungen. So wurde Roßkopf in seiner Borussia-Zeit Doppel-Weltmeister und Olympia-Dritter. Samsonov spielte sich als Düsseldorfer auf Weltranglistenplatz eins. In jener Rangliste machte Källberg Anfang November 2016 einen Sprung von 25 Plätze nach vorne. Aktuell wird er auf Position 63 geführt. Damit es noch weiter aufwärts geht startet der Rechtshänder ab heute bei den Austrian Open in Linz.

Källberg war zarte 18 Jahre, als er den Kontrakt am Rhein unterschrieb, und alle Tischtennisexperten bescheinigen dem Schweden, das größte europäische Talent zu sein. "Das ist für mich nur leichter Druck, dass mir alle eine große Zukunft prophezeien", sagt Källberg. "Für mich ist es viel mehr Motivation, zu lernen und besser zu werden. Ich liebe es zu gewinnen." Folglich sind die Borussen und Källberg ein ideales Paar, denn auch beim Rekordmeister und Rekord-Pokalsieger liebt man es, Titel zu holen. Doch bei den Borussen reicht Talent alleine nicht aus. In der Mannschaftshierarchie ist Källberg, obwohl er in der Weltrangliste Position 88 einnimmt und damit zu den besser platzierten Bundesligaspielern zählt, lediglich die Nummer fünf. Das soll, geht es nach ihm, aber nicht lange so bleiben. "Ich will mich in der Weltrangliste weiter nach oben arbeiten und mich immer wieder für die Borussia-Mannschaft League anbieten."

Für ihn ist es kein Problem, so weit weg von seiner Heimat zu leben. Daran hat er sich gewöhnt, ist er doch bereits als 14-Jähriger von zu Hause aus- und in ein schwedisches Tischtennis-Zentrum eingezogen. Mit 16 hat er Schweden verlassen und spielte für den TTC Ruhrstadt Herne in der 2. Bundesliga. Vergangene Saison gab Källberg ein einjähriges Intermezzo in Liga eins beim TTC Hagen. Bereits letztes Jahr trainierte Källberg immer wieder in Düsseldorf. "Ich habe darauf gehofft, dass mich Borussia-Manager Andreas Preuß anspricht. Als es dann passierte, war ich sehr glücklich", sagt Källberg. Mit den Borussen hat er das Ziel, möglichst viele Titel zu gewinnen und auch als schwedischer Nationalspieler hat er Ziele in Düsseldorf. "Ich möchte im nächsten Jahr bei der WM dabei sein. Es wäre unglaublich in meiner neuen Heimatstadt die Welttitelkämpfe absolvieren zu dürfen."

In die langfristige Lebensplanung ist er noch nicht eingestiegen. Källberg hat nur einen Ein-Jahres-Vertrag, hätte aber nichts dagegen länger zu bleiben, wie einst auch Roßkopf, Samsonov oder Süß.

Quelle: RP
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