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Lokalsport
Champions-Lust gegen Bayern-Frust

Düsseldorf. RB Leipzig bekam von Bayern München zweimal die Grenzen aufgezeigt. Ausbaden soll das nun am Mittwoch der FC Porto in der Champions League. Von Florian Krebl

Champions-League-Lust soll RB Leipzig helfen, den Bayern-Frust zu bewältigen: Im Umschalten sind Trainer Ralph Hasenhüttl und seine Profis bereits so etwas wie "deutscher Meister" - Abwehr auf Angriff, Bundesliga auf Königsklasse, es kann den Sachsen gar nicht schnell genug gehen. Das ist auch gut so, denn nach den beiden Niederlagen gegen den Rekordmeister aus München zählt es am Mittwoch (20.45 Uhr) auf internationalem Parkett beim FC Porto. Ein Sieg im Norden Portugals - und das Tor zum Achtelfinale steht sperrangelweit offen.

"Porto war sofort der erste Ansatz", sagte Hasenhüttl nach der Liga-Niederlage in München (0:2). Langes Hadern ist nicht drin. Geschenkt, dass der Abstand als Tabellendritter auf Spitzenreiter FC Bayern nun vier Punkte beträgt. Auch das ausführlich besprochene Pokal-Aus vom vergangenen Mittwoch ist längst Vergangenheit. Nur das nächste Spiel interessiert Hasenhüttl: "Wenn wir in Porto gewinnen, sieht es gut aus. Das ist ein ganz wichtiges Spiel für uns."

Feiert RasenBallsport in Porto tatsächlich den ersten Auswärtssieg seiner Europapokal-Geschichte, steht der Vizemeister in der Gruppe G bei sieben Punkten, das wären vier mehr als die Portugiesen. Vorjahres-Halbfinalist AS Monaco ist derzeit mit einem Punkt Letzter, Besiktas Istanbul führt die Staffel mit neun Zählern an. Bei zwei noch aussstehenden Spielen in Monaco und zu Hause gegen die Türken wäre das Achtelfinale in Sichtweite. Das hatte Leipzig jüngst sowieso zum nächsten Etappenziel erklärt. "Die nächste Stufe wäre, dass wir international überwintern", sagte Geschäftsführer Oliver Mintzlaff im Sport1-Doppelpass.

Dass den Leipzigern bei all den Endspielen im Dreitagesrhythmus die Luft ausgeht, muss wohl nicht befürchtet werden. In der zweiten Halbzeit in München schonte sich das ohnehin unterzählige RB-Team für alle sichtbar für die kommende Aufgabe in Porto. "Ich war da sehr gechillt", sagte Hasenhüttl.

Am Mittwoch dürfte Mittelfeldregisseur Kevin Kampl, in München 90 Minuten auf der Bank, wieder in die Mannschaft rotieren. Auch auf einen Einsatz des zuletzt angeschlagenen Naby Keita (Schienbein-Prellung) spekuliert Hasenhüttl: "Es geht ihm besser. Ich hoffe, dass es bis Mittwoch geht." Damit es in Porto mit dem ersehnten Dreier klappt, braucht es auch die nötige Disziplin. Platzverweise wie im Pokal (Keita) und in der Liga (Orban) sind verboten. Am Samstag war nach der Roten Karte gegen Kapitän Willi Orban Star-Stürmer Timo Werner nach 22 Minuten aus taktischen Gründen ausgewechselt worden, seine Offensivstärke fehlte an allen Enden.

Dass er im Pokal bei der 4:5-Niederlage gegen Bayern im Elfmeterschießen den entscheidenden Strafstoß vergab, habe der Nationalspieler ebenfalls gut verdaut. "Timo machte im Training wieder einen sehr guten Eindruck und kann am Mittwoch zeigen, was er drauf hat", sagte Hasenhüttl. Porto wird gewarnt sein.

Das Fußball-Zweitligaspiel zwischen dem VfL Bochum und Fortuna Düsseldorf war beim Druck dieser Ausgabe noch nicht beendet.

(sid)
 
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