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Lokalsport
Damen des Rochusclub feiern 7:2-Sieg in Lintorf

Düsseldorf. Dabei haben sie allerdings das Glück des Tüchtigen, denn vier Begegnungen gewinnen sie im Match-Tiebreak. Von Tino Hermanns

Der Gesichtsausdruck von Thomas Schäck verriet es. Innerhalb einer Zehntelsekunde wechselte seine Miene von sorgenvollem Blick inklusive angespannten Stirnfalten zu glücklichem Zwinkern mit entspannt lächelndem Lippenspiel. Der Tennislehrer des Rochusclubs hatte in der Partie der zweiten Damenbundesliga seines Teams beim TC Lintorf einen der spannendsten Tage seiner Trainerkarriere erlebt - mit einem glücklichen 7:2-Sieg der Düsseldorferinnen. Glücklich, weil fünf der neun Duelle erst im Match-Tiebreak entschieden wurden, vier davon gewannen die Aktiven des Rochusclubs. "Das Ergebnis spiegelt die Dramatik auf den Plätzen nicht wider. Meine Nerven lagen vormittags blank, es war eine Schlacht", erläutert Schäck.

Dabei hatten die Rochus-Damen am Pfingstsamstag bei der 1:8-Niederlage gegen den TC BW Berlin wenig Chancen, Selbstvertrauen für das Derby in Lintorf zu tanken. "Ich hatte Angst, das wir gegen Berlin zu null untergehen", gesteht Schäck. Die Berlinerinnen hatten für ihre Reise an den Rhein vier Ausländerinnen ins Team beordert, darunter ihre drei Top-Spielerinnen und die ehemalige Nummer eins der Doppel-Weltrangliste Kveta Peschke. Und so kam, was kommen musste. Einzig Alice Tesan gelang gegen die Finnin Emma Laine der Rochusclub-Ehrenpunkt. Im Doppel konnte Tesan wegen einer Lebensmittelunverträglichkeit aber nicht mehr antreten.

Von ihren Magenproblemen zeigte sich Tesan zwei Tage später gut erholt. Sie entpuppt sich immer mehr als Stütze ihres Teams. In Lintorf hatte sie gegen Emelie Schwarte alles im Griff und beim 6:5 im zweiten Satz Matchball. Den aber wehrte die Ratingerin mit einem kombinierten Netzroller-Linienball ab. Tesan verlor zwar den anschließenden Tiebreak, zeigte sich nur kurz irritiert, denn im Match-Tiebreak war sie wieder Herrin der Lage. "Oft bricht so ein abgewehrter Matchball den Fokus. Aber Alice ist mental derzeit so stark, sie spielt es nach Hause", freute sich Schäck. Seine Leiden waren mit der 5:1 Führung nach den Einzeln und dem damit sicheren Gesamtsieg dahin. "Ich bin stolz auf meine Mädels. Wir sind auf Kurs in Richtung Klassenerhalt", so der Trainer.

Quelle: RP
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