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Lokalsport
Damen-Team der Panther braucht beim Aufstieg mehr Spielerinnen

Düsseldorf. Daniela Koch und Sophie Spitzer, die in derselben Mannschaft spielen, trennen 20 Jahre Altersunterschied. Das kommt zwar nicht aller Tage vor, ist aber so ungewöhnlich auch nicht. Schon ungewöhnlicher ist dagegen die Sportart, die die Frauen mit Begeisterung betreiben. Sie spielen American Football im Frauen-Team der Düsseldorf Panther. Das wurde 2015 nach dem Ende der Düsseldorf Blades, die zuvor drei Mal deutscher Vizemeister waren, gegründet. "Einige Spielerinen der Blades und ich wollten nicht in eine andere Stadt wechseln, um weiter Football spielen zu können", erläutert Carsten Stimpel, Team-Manager und Trainer der Blades. Damit stieß Stimpel, der früher schon in Berlin und Duisburg im Frauen-Football gearbeitet hatte, bei den Verantwortlichen des Düsseldorfer Traditionsvereins auf offene Ohren. Heute umfasst der Kader 15 Spielerinnen, genug um in der Regionalliga an den Start zu gehen. Von Manfred Johann

"Wir haben gegen Duisburg gewonnen und gegen Gelsenkirchen verloren," schildert Stimpel die ersten Partien. Wenn die Frauenmannschaft in die 2.Bundesliga aufsteigen sollte, würde die Mannschaftsgröße von fünf auf neun Akteure vergrößert werden. "Deshalb suchen wir dringend Zugänge", sagt Stimpel und nennt als Mindestalter 16 Jahre. "Im Football gilt es völlig unterschiedliche Spielpositionen mit den jeweils dafür geeigneten Spielerinnen zu besetzen. Deshalb suchen wir Spielerinnen jeder Art, sozusagen von der wilden Amazone bis zur kleinen Prinzessin." Da es so gut wie keinen Football für Mädchen gibt, werden alle Interessenten erst einmal in den Grundlagen dieses Sports unterrichtet.

Das hat die erfahrene Daniela Koch, die von den Cologne Falconetts über die Blades zu den Panthern kam, nicht mehr nötig. Sie ist das Energiebündel des Teams, das als Ballträgerin im Angriff und als Linebacker in der Defense spielt. "Meine Mitspielerinnen haben mir zu Recht den Spitznamen Dampflok gegeben." Auf ihre Tipps hören ihre unerfahrenen Mitspielerinnen, wie Sophie Spitzer. Sie hat Football durch einen Freund, der in Langenfeld spielte, kennengelernt und war sofort begeistert. Bei der Anschaffung der nicht ganz billigen Ausrüstungs-Gegenstände hat ihr Tainer Stimpel, der davon ein großes Reservoir besitzt, geholfen. "Der Helm ist das Teuerste und davon hat er einige", erzählt sie.

An die Blicke, die ihr Männer beim Anlegen von Helm und Schulterpad zuwerfen, hat sie sich längst gewöhnt. "Die denken immer noch, dass ist doch eine Frau. Wieso macht die etwas anderes als Tanzen oder Gymnastik?"

Quelle: RP
 
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