Lokalsport Das große Springen ist die Krönung

Düsseldorf · Die Düsseldorfer Reitertage sind beliebt - es gibt über 2200 Nennungen in 34 Prüfungen. Der Höhepunkt ist am Sonntag der von der RP gesponserte Bernhard-Weber-Gedächtnispreis.

 Der Heiligenhauser Dirk Jeske verpasste im vergangenen Jahr knapp das Stechen.

Der Heiligenhauser Dirk Jeske verpasste im vergangenen Jahr knapp das Stechen.

Foto: Blazy

Hausherr Hans-Willi Weber ist überwältigt. Er hat zwar mit vielen Nennungen gerechnet, aber dass es so viele werden, wohl eher nicht. "Wir haben sogar überlegt, schon am Mittwoch anzufangen", sagt der Organisator des Turniers, damit er dem hohen Nennungsergebnis gerecht werden kann. "Es bleibt aber bei Donnerstag, wir haben alles im Griff." Über vier Tage wird also auf der wunderschönen Reitanlage Uhlenhof in Erkrath Reitsport der Superlative zelebriert - dafür ist der Uhlenhof seit jeher in der Reiterszene bestens bekannt.

In diesem Jahr finden einige Qualifikationsprüfungen statt. Angefangen vom Silbernen Hufnagel 2016 in der Dressur und im Springen der Klasse A. Dann geht es weiter mit den Sichtungsprüfungen für das Bundeschampionat des Deutschen Springpferdes in den Klassen L und M. Allein in der Klasse L für fünfjährige Pferde gingen 78 Nennungen ein. Mannschaftsprüfungen, in denen sich die Reiter unter der Flagge ihres Vereins messen, und ganz besonders für Junge Reiter und Junioren sind einige Prüfungen beim diesjährigen Uhlenhof-Turnier ausgeschrieben. "Die Tour für Reiter unter 25 Jahren im Springen finde ich besonders ansprechend. Hier müssen sie sich erst stilistisch beweisen, um dann im Parcours auf Zeit reiten zu können", sagt der erfahrene Springprofi Weber. Und dann wären da noch die Kreismeisterschaften für den KV Mettmann im Springen und in der Dressur. Unterteilt nach Leistungsklasse und Alter geht es in diesen Prüfungen um den begehrten Titel, der Beste des Kreises Mettmann in seiner Kategorie zu sein.

Die Zuschauer können sich also auf tolle Wettbewerbe freuen. Morgen zeigen Nachwuchspferde zwischen fünf und sechs Jahren ihr Können. Um 9 Uhr geht's los mit der Springpferdeprüfung der Klasse A. Gefolgt um 11.30 Uhr von den Einlaufprüfungen zur Sichtung fürs Bundeschampionat des Deutschen Springpferdes der Klassen L und M*. In der Dressur fängt die erste Prüfung, die Dressurpferdeprüfung Klasse A**, um 11 Uhr an, anschließend folgt die Dressurpferdeprüfung der Klasse L. Beides muss auf einem 20 x 60-Meter-Viereck geritten werden.

Am Freitag müssen die Springreiter früh satteln. Ab 7.30 Uhr geht's mit dem Springen der Klasse M* los, gefolgt vom M** um 11.15 Uhr und einem Springen der Klasse S um 14.30 Uhr. Die erste Wertung für die Kreismeisterschaft Dressur der Klasse M* ist ab 8 Uhr und die Kandaren-L** ab 14.30 Uhr. Der Samstag ist gespickt mit acht Prüfungen. Angefangen vom Springen der Klassen E bis S, mit Qualifikation zum großen CWD FAP Amateur Cup - von 7.30 bis etwa 21 Uhr.

Am Sonntag wird den Zuschauern ebenfalls einiges geboten. Auf dem Viereck findet von acht bis 17 Uhr eine Dressur der Klasse S* statt. Hier sind rund 90 Nennungen eingegangen. Die Springprüfungen von Klasse A bis S finden in der Zeit von 8 bis etwa 18 Uhr auf dem Springplatz statt.

Die abschließende Krönung des Turniers ist allerdings das S** Springen mit Siegerrunde um den Bernhard-Weber-Gedächtnispreis. In dem von der Rheinischen Post gesponserten Wettbewerb kämpfen ab 16 Uhr 53 Reiter um den Titel. Spannung ist damit garantiert - wie schon an den Tagen zuvor auf Anlage in Erkrath.

(RP)
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