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Lokalsport
Das Ziel in Paderborn heißt Revanche

Düsseldorf. Das Hinspiel in der Arena verlor Fußball-Zweitligist Fortuna mit 1:2. Heute Abend (20 Uhr, Benteler-Arena) könnte das Team von Interimstrainer Peter Hermann im letzten Pflichtspiel des Jahres diese Scharte wieder auswetzen. Von Falk Janning

Wem gebührt die Favoritenrolle? Allein die Tagesform dürfte über Sieg oder Niederlage entscheiden.

Wer ist in besserer Form? Fortuna scheint derzeit spielstärker. Sie zeigt unter Interimscoach Frank Hermann aufsteigende Form und bot auch bei der 0:3-Niederlage gegen Union Berlin eine ordentliche Leistung - ausgenommen die Chancenverwertung. Der SCP zeigte dagegen bei der 0:4-Klatsche beim VfL Bochum eine desaströse Vorstellung, war in allen Belangen unterlegen, hatte dem Gegner nichts entgegenzusetzen und durfte froh sein, nur vier Tore kassiert zu haben.

Für welches Team spricht die Tendenz? Für Fortuna, denn sie gehört zu den besten fünf Teams der jüngsten sechs Spieltage (drei Siege, ein Remis, zwei Niederlagen). Paderborn ist in dieser Phase das Schlusslicht der Liga (seit sechs Spieltagen ohne Sieg, seitdem drei Remis und drei Niederlagen).

Wer hat Vorteile in der Defensive? Die Fortuna besitzt die stabilere Hintermannschaft. Der SCP hat die schwächste Defensive der Liga, hat schon 33 Gegentore in 18 Partien kassiert In den jüngsten vier Partien kassierte die Truppe von der Pader dreimal vier Gegentore (1:4 beim SC Freiburg, 4:4 gegen 1860 München, 0:4 in Bochum).

Wer hat den gefährlicheren Angriff? Zwar trifft kein Verein in der 2. Liga weniger als Fortuna, der nur 15 Treffer in 18 Partien gelangen und die jüngst gegen Union Berlin einmal mehr ihre Harmlosigkeit vor dem gegnerischen Tor demonstrierte. Doch der SCP ist mit nur 17 Toren auch nicht viel besser.

Wer hat im direkten Vergleich die Nase vorn? Die Gesamtbilanz spricht gegen Fortuna: Fünf Siegen stehen sechs Niederlagen gegenüber, achtmal trennten sich die Kontrahenten remis. Auf eigenem Platz haben die Düsseldorfer nur zwei von zehn Spielen gewonnen, aber vier verloren, die jüngsten vier Heimspiele nicht gewonnen (ein Remis, drei Niederlagen, 4:11 Tore). In Ostwestfalen gab es dagegen bislang drei Fortuna-Erfolge, vier Remis und nur zwei Niederlagen.

Wie lief das Hinspiel? Die Fortuna unterlag im ersten Heimspiel der Saison vor 30.614 Zuschauern mit 1:2. Den Ostwestfalen reichten 30 starke Minuten nach dem Seitenwechsel zum Erfolg. Die späte Schlussoffensive Fortunas blieb erfolglos. Dabei begann die Partie vielversprechend: Mathis Bolly traf nach Flanke von Lukas Schmitz schon nach zwei Minuten zur 1:0-Führung. Nach der Pause wendete sich jedoch das Blatt: Nick Proschwitz traf zum 1:1 (48.), und der frühere Fortune Marcel Ndjeng schloss ein Solo zum 1:2 ab (68.).

Welche Spieler fehlen? Bei Fortuna fallen neben den gesperrten Karem Demirbay und Julian Koch auch die verletzten Mathis Bolly und Sercan Sararer aus. Dafür sind der wiedergenesene Christopher Aveveor und der zuletzt gesperrte Karim Haggui wieder dabei. Paderborn fehlen die Angreifer Mahir Saglik und Srdjan Lakic sowie Linksverteidiger Daniel Brückner, die nach der jüngsten 0:4-Blamage beim VfL Bochum als angebliche Leistungsverweigerer suspendiert wurden. Süleyman Koc ist nach der Roten Karte gesperrt, die er beim VfL Bochum sah. Zudem steht noch ein Fragezeichen hinter Nick Proschwitz, der in der vergangenen Woche aus gesundheitlichen Gründen mit dem Training aussetzen musste.

Quelle: RP
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