| 11.06 Uhr
Düsseldorf
DEG-Kapitän Daniel Kreutzer steht vor ungewisser Zukunft
Daniel Kreutzer - der Düsseldorfer Jong
Daniel Kreutzer - der Düsseldorfer Jong FOTO: Frank Rossbach
Düsseldorf. Eishockey-Urgestein Daniel Kreutzer würde gern bleiben, das erste Angebot jedoch ist unbefriedigend. Ein Abschied scheint möglich. Von Roman Grombach

Zwei Kapitäne unter sich: Wenn Fortune Andreas Lambertz heute im Rahmen einer Freundschaftsaktion der beiden Profiklubs 100 Tickets für das Eishockeyderby der Düsseldorfer EG gegen die Kölner Haie (am 8. März im Rather Dome) von DEG-Stürmer Daniel Kreutzer für die Fortuna-Jugend erwirbt, treffen zwei Typen aufeinander, die beruflich einiges vereint. Beide spielen in ihrer Sportart für einen Düsseldorfer Traditionsverein, und das schon durchgängig seit mehr als zehn Jahren. Auch stammten beide einst aus der eigenen Jugend.

Doch während „Lumpi“ noch mindestens bis 2014 im rot-weißen Fortuna-Dress auflaufen wird, ist die unmittelbare Zukunft Kreutzers ungewiss. Sein Arbeitskontrakt bei der DEG läuft aus, und nach aktuellem Stand könnten die vier verbleibenden Saisonspiele seine letzten für die Rot-Gelben sein. Zwar liegt dem 33-Jährigen ein Angebot zur Vertragsverlängerung vor, allerdings zu deutlich geringeren Bezügen als bisher.

Rund 1,5 Millionen Euro fehlen

„Wir haben erste Gespräche geführt. Seine Reaktion auf unsere finanziellen Möglichkeiten war verständlicherweise nicht gerade begeistert“, sagt Walter Köberle, der als sportlicher Leiter hauptverantwortlich für die Spielerverträge ist. Sein größtes Problem ist ein sehr kleiner Etat, der zudem noch nicht für die nächste Saison gedeckt ist, weil etwa 1,5 Millionen fehlen.

Kreutzer äußert sich daher nach der ersten Enttäuschung verständnisvoll: „Es ist für Walter nicht leicht, weil bis jetzt einfach kein Geld da ist. Deswegen sind wir damals so verblieben, dass wir uns noch einmal zusammensetzen.“ Dazu wird es nun nach dem Wochenende kommen. Ob die DEG jetzt - mit den in der vergangenen Woche abgeschlossenen Sponsorenverträgen im Rücken - beim Gehalt ein wenig nachbessern wird, wollte Köberle nicht verraten. Doch er geht zumindest fest davon aus, dass „beide Parteien so auseinander gehen, dass alle zufrieden sind“. Laut ihm spielt es keine Rolle, ob Kreutzer tatsächlich Angebote anderer DEL-Klubs vorliegen habe oder nicht. Zumal, da der Stürmer bestätigt, dass ohnehin noch nichts entschieden sei: „Ich stehe mit ein paar Vereinen im Kontakt, aber da ist absolut noch nichts unterschriftsreif. Ich möchte erst abwarten, ob es bei der DEG weitergeht.“

Auch der Verein strebt eine gemeinsame Zukunft an. „Wir wollen Dani natürlich unbedingt in Düsseldorf halten, denn er gehört ja zur DEG. Aber bei unserer derzeitigen Situation muss alles in einen gewissen Rahmen passen.“ An der Brehmstraße ist man sich durchaus bewusst, welchen Stellenwert der Kapitän auch außerhalb des Eises als Identifikationsfigur genießt. Rein sportlich agiert der ehemalige Nationalspieler nicht mehr ganz auf dem Niveau wie noch vor ein paar Jahren, ist jedoch in Sachen Einsatz und Willen weiter ein Vorbild.

Quelle: url/jco
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung.
Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.


Melden Sie diesen Kommentar