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Regionalligist Fortuna II
Der Druck steigt

Düsseldorf. Mit sieben Punkten Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz geht Fußball-Regionalligist Fortuna II in die heutige Partie (14 Uhr, Paul-Janes-Stadion) gegen Wiedenbrück. Gelingt kein Sieg dürften ungemütliche Wochen auf die U23 warten. Von Maximilian Lonn

Noch verbleiben zwei Spiele, um die Einstellung eines traurigen Rekords zu verhindern. Bislang dokumentieren 14 Zähler aus der Spielzeit 2012/13 die punktemäßig schlechteste Hinrunde für Fortunas U23 in der Regionalliga West unter Trainer Taskin Aksoy. Es war zugleich die Premierensaison des gebürtigen Berliners, die trotz eines Horror-Starts noch in ein versöhnliches Ende samt Last-Minute-Rettung mündete. Auf einen ähnlichen Verlauf hoffen sie am Flinger Broich auch dieses Mal.

Der erste Schritte dorthin könnte bereits heute getan werden, wenn gegen den SC Wiedenbrück ein Sieg herausspringen sollte. Denn mit einem Dreier wäre nicht nur die eingangs erwähnte Hinrunden-Punkte-Thematik vom Tisch, sondern die Düsseldorfer würden gleichzeitig die Ostwestfalen mit in den Abstiegssumpf ziehen und den Rückstand auf den Tabellenzwölften, der seit sechs Spielen auf einen Sieg wartet, auf fünf Punkte verkürzen.

Auch für Aksoy wäre ein Heimerfolg Balsam für die zuletzt geschundene Seele. Zwar ist die Situation für den Fußballlehrer nichts Neues, dennoch tun sich im Vergleich zu damals einige entscheidende Unterschiede auf. Während vor vier Jahren vor allem Aksoys zu offensive Spielidee der Hauptgrund für insgesamt elf Niederlagen in 19 Hinrundenpartien war, sind es diesmal - neben einem krassen Verletzungspech - besonders individuelle Aussetzer, die immer wieder Punkte kosteten und die eigentlich guten Auftritte zuvor zur Nebensache werden ließen. Eine Aneinanderreihung von dummen Patzern, die der 49-jährige Deutsch-Türke mit detaillierten Videoanalysen versuchte, Herr zu werden - bislang mit wenig Erfolg. Ein ernüchterndes Zwischenfazit. Was bleibt ist die Hoffnung und eine klare Forderung an seine Spieler: "Der Lernprozess muss jetzt deutlich schneller voranschreiten als es aktuell der Fall ist." Denn auch Aksoy weiß, dass mit jeder weiteren Pleite der Druck mehr und mehr steigt.

Bislang konnte er sich auf das ruhige Umfeld rund um die "Zwote" verlassen. Egal wie schwer die Situation auch war, Aksoy bekam unter dem damaligen Nachwuchschef Markus Hirte stets Rückendeckung und das volle Vertrauen ausgesprochen. Auch jetzt unter dessen Nachfolger Frank Schaefer ist die Lage am Flinger Broich trotz der angespannten Tabellensituation nach außen hin relativ entspannt.

Vielleicht ist das genau das richtige Zeichen, um die Talsohle zeitnah zu durchstreiten. Über mangelnde Unterstützung braucht sich Aksoy jedenfalls nicht zu beklagen. Dank der Länderspielpause stehen ihm heute bis zu sechs Mitglieder des Lizenzspielerkaders zur Verfügung.

Quelle: RP
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