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Lokalsport
Der Wolf ist das Maskottchen der Fußball-WM 2018 in Russland

Düsseldorf. Der Wolf "Sabiwaka" soll die Fußballwelt durch die Weltmeisterschaft 2018 in Russland begleiten. Nach dem legendären Olympia-Bären "Mischa", dem Maskottchen der Boykott-Spiele 1980, hoffen die Organisatoren in Moskau nun auf ein neues Markenzeichen. Bei der Wahl zwischen dem Wolf, einer Katze und einem Tiger im Kosmonautenanzug entschieden sich mehr als 50 Prozent der Fans für "Sabiwaka", dessen Name nicht zur Wahl bei einer Internet-Abstimmung stand, an der mehr als eine Million Fußballfans teilgenommen hatten.

"Er ist flauschig und hat wirklich nette Augen", sagte die Schöpferin Jekaterina Botscharowa über ihren Wolf, der in einer bunten Show im Staatsfernsehen in der Nacht zum Samstag zum Sieger gekürt wurde. "Ich habe einen Hund zu Hause. Der Wolf ähnelt ihm ein bisschen", meinte die Design-Studentin aus Tomsk in Sibirien in der Sendung im Stil einer Late-Night-Show. Für sie sei der Wolf ein typisch russisches Tier.

Mit seiner breiten Sportbrille und den Dribbelkünsten, die der Wolf im "Bewerbungsclip" zeigt, erinnert er ein wenig an den früheren niederländischen Mittelfeldstar Edgar Davids (43). Davids' Markenzeichen auf dem Platz war lange eine orange gefärbte Brille, die er zum Schutz seiner Augen trug.

Vizeministerpräsident und Fußballverbandschef Witali Mutko erklärte, der Name sei kollektiv entwickelt worden, damit es ein einmaliger Name sei, der sich patentieren ließe. Der Wolf solle ins nationale Gedächtnis eingehen wie damals "Mischa" bei den Olympischen Spielen, sagte Fußball-Chef Mutko.

Die Weltmeisterschaft, bei der die deutsche Mannschaft ihren Titel verteidigen will, findet vom 14. Juni bis 15. Juli 2018 in Russland statt. Bereits 2017 steht als Testlauf der Confederations Cup an. Doch noch nicht alle Baumaßnahmen sind abgeschlossen. Mutko räumte im Fernsehen ein, dass es Probleme gebe, aber alle seien lösbar.

Die Suche nach dem WM-Maskottchen hatte im April 2015 begonnen. Wolf, Katze und Tiger gingen aus einer Vorauswahl mit mehr als 100 Kandidaten hervor. Die Meinungen gingen im Vorfeld auseinander. Für den Künstler Wiktor Tschischikow, der den Bären "Mischa" als Maskottchen für Olympia 1980 entworfen hatte, war die Katze der Favorit. Katzen seien die Helden russischer Märchen. Russlands Nationaltrainer Stanislaw Tschertschessow meinte, bei echten Tieren gefielen ihm Tiger besser als Wölfe. "Aber in diesem Fall sieht der Wolf so aufgeweckt aus, dass die Wahl nicht verwunderlich ist."

Der brasilianische Ex-Weltstar Ronaldo (40) stand in der TV-Sendung Pate bei der Kür des Maskottchens. "In meinem Land war "Fuleco" sehr beliebt", sagte er über das Gürteltier, dass das Maskottchen der WM 2014 in Brasilien war.

Das Eishockeyspiel zwischen Augsburg und der DEG war beim Druck dieser Ausgabe noch nicht beendet.

(dpa)
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