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Lokalsport
DHC-Damen enttäuschen in Köln und Mülheim

Düsseldorf. Der Hockey-Bundesligist holt nur einen Punkt am Wochenende und präsentiert sich nicht wie ein Halbfinal-Kandidat. Von Joachim Pickert

Jede Serie geht einmal zu Ende - jetzt auch die der DHC-Damen. Nach sechs Siegen in Folge und den Sprung auf den dritten Tabellenplatz in der Hockey-Bundesliga handelten sich die Oberkasselerinnen am Samstag eine 1:3 (0:0)-Niederlage bei Rot-Weiß Köln ein. Dabei sah es lange nach einem weiteren Erfolg für das Team des Trainerduos Nicolai Sussenburger und Karol Podzorski aus. In der ersten Hälfte bestimmte der DHC das Spiel. Sechs Minuten nach dem Wechsel war Elisa Gräve bei einer der beiden Strafecken des DHC zum 1:0 erfolgreich. Erst zehn Minuten vor dem Ende zeigte Köln Stärke und berannte das Düsseldorfer Tor. Dann überschlugen sich die Ereignisse. Sieben Minuten vor dem Ende fiel der Ausgleich. Die Fehlerquote in der Abwehr blieb danach hoch, Köln ging in Führung. Sussenburger versuchte es mit dem vermeintlichen Allheilmittel des Torwarttausches gegen eine weitere Angreiferin. Der Schuss ging jedoch nach hinten los. Die Gastgeberinnen versetzten dem DHC mit einer verwandelten Strafecke den K.o.. Betreuerin Brigitte Sobusta-Hoppe hatte eine Erklärung für die Niederlage: "Wir haben heute einfach den Sack nicht zugemacht, viele Chancen nicht verwertet und so die Kölner stark gemacht. Im letzten Viertel haben wir nicht mehr so sortiert gespielt. So haben wir das Spiel aus der Hand gegeben." Besonders die mangelnde Chancenverwertung bestätigte Sussenburger, fügte aber hinzu: "Eine Führung zehn Minuten vor dem Ende darf man nicht mehr aus der Hand geben."

Am Sonntag beim Nachbarn HTC Uhlenhorst Mülheim verspielten die Oberkasselerinnen auch ihren Tabellenplatz unter den ersten vier Mannschaften, denn sie mussten sich mit einem 1:1 (0:1) zufrieden geben. Nur in den ersten 15 Minuten zeigten sie eine Leistung, die eine Mannschaft bringen muss, die Ambitionen auf das Halbfinale hat. Es sah in den gesamten 60 Minuten nicht danach aus, dass auf der einen Seite ein Kandidat für das Halbfinale spielt und auf der anderen Seite ein Team, das im Abstiegskampf steckt. Der DHC leistete sich bei seinem Aufbauspiel immer wieder unnötige Ballverluste, die Mülheim in der 24. Minute zur Führung nutzte. Einige Strafecken zuvor blieben vom DHC ungenutzt. Kurz nach dem Seitenwechsel traf Sussenburgers Team endlich, denn Greta Gerke sorgte bei einer Strafecke mit einem Stecher für den Ausgleich. Danach herrschte wieder Tristesse. Trainer Sussenburger sagte: "Trotz der schwachen Leistung meiner Damen war mehr drin, denn wir hatten Chancen genug. Das zieht sich aber schon durch die Hinrunde."

Quelle: RP
 
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