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Lokalsport
DHC kehrt als Vizemeister zurück

Düsseldorf. Die Hockeyspielerinnen verlieren das Finale um den deutschen Hallentitel im Penaltyschießen. Von Joachim Pickert

Die Mission Titelverteidigung ist missglückt. Bei der Hallenhockey-Endrunde der Damen schaffte der Düsseldorfer HC nach dem Titel vor einem Jahr diesmal "nur" die Vizemeisterschaft. Im Halbfinale bezwang die Mannschaft des Trainerduos Nicolai Sussenburger und Karol Podzorski den Berliner HC noch mit 3:1 (1:0), unterlag aber im Endspiel dem Endrunden-Neuling Mannheimer HC unglücklich im Penaltyschießen 4:6 (3:3, 2:2).

Gegen Berlin lief alles noch nach Plan. Gute Leistungen der Torfrauen verhinderten zunächst Treffer, doch dann war Elisa Gräve nicht zu bremsen und sorgte für die 1:0-Führung. Berlin machte Druck, aber die Abwehr der Oberkasselerinnen stand sicher, und in der 47. Minute schlug Darja Möllenberg zum 2:0 zu. Nach dem verdienten Anschlusstreffer. erzielte Gräve (55.) das 3:1, und die weiteren vier Strafecken des BHC wurden eine sichere Beute von Nathalie Kubalski im Tor des DHC. Berlin versuchte es noch mit dem Austausch der Torfrau gegen eine weitere Angreiferin, aber den Oberkasselerinnen war das Endspiel nicht mehr zu nehmen.

Finalgegner Mannheimer HC hatte im Halbfinale Westvizemeister Rot-Weiß Köln mit 2:1 aus dem Rennen geworfen. Es fing sehr schlecht für den DHC an, was Sussenburger später auch bemängelte. Nach zwei Minuten zeigte Schiedsrichterin Gaby Schmitz auf den Siebenmeterpunkt, und diese Chance ließen sich die Kurpfälzerinnen nicht nehmen - 0:1. Erst nach dem zweiten Mannheimer Treffer kam der DHC langsam in Fahrt und erspielte sich ein Übergewicht. In der 15. Minute traf Sabine Markert per Siebenmeter zum 1:2, und mit der zweiten von fünf Strafecken erzielte Lisa-Marie Schütze (20.) den Ausgleich.

Nach der Pause brachte Selin Oruz den DHC erstmals in Führung, die Markert in der 48. Minute mit ihrem zweiten Siebenmeter sogar hätte ausbauen können. Ihr Fehlschuss sollte sich rächen, denn der MHC kam kurz darauf mit seiner einzigen Strafecke zum Ausgleich. Auch die letzte Möglichkeit zum Titel in der regulären Spielzeit wurde vergeben.

Im Penaltyschießen wurde Markert dann zur tragischen Figur, denn während sie scheiterte, traf Mannheim jedes Mal. Die Kurpfälzerinnen feierten ihren ersten Titel, und Sussenburger hatte die Gründe klar erkannt. "Eine schwache erste Viertelstunde und die vielen vergebenen Chancen blieben nicht ungestraft", fasste der DHC-Trainer zusammen. "Besonders zwischen der 40. und 50. Minute hätten wir das Spiel für uns entscheiden müssen."

Beim DHC werde jedoch niemand den Kopf hängen lassen. "Wir konzentrieren uns auf den Europapokal in zwei Wochen in Minsk und danach ganz auf den Rest der Feldsaison, wo wir bei der Titelvergabe ein Wort mitreden wollen."

Quelle: RP
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